WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 6 von 23

4. Das Unternehmen als Wirkungsträger: Ebenen und Wirkungspfade#

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Ein Unternehmen wirkt nicht nur über seine Produkte. Es wirkt über Kapitalallokation, Produktionsweisen, Arbeitsbedingungen, Lieferketten, Kommunikation, Daten, Lobbying, Steuerverhalten, Standorte, Innovationsentscheidungen und die Art, wie es Macht ausübt. Deshalb braucht die WÖk ein mehrschichtiges Unternehmensmodell. Die erste Ebene ist der Zweck. Sie beantwortet, welche Probleme ein Unternehmen lösen will und welche Probleme es nicht erzeugen darf. Die zweite Ebene ist das Geschäftsmodell. Es zeigt, ob Umsatz aus positiver Wirkung, neutraler Versorgung oder negativer Externalisierung entsteht. Die dritte Ebene ist die operative Umsetzung: Prozesse, Einkauf, Produktion, Vertrieb, Personal und Daten. Die vierte Ebene ist die gesellschaftliche Rückwirkung: Was verändert das Unternehmen in Märkten, Regionen, Normen, Standards, Infrastrukturen und Diskursen? Für die Website bedeutet das: Wirtschaft & Unternehmen darf nicht nur als Branchenportal erscheinen, sondern als Umsetzungsknoten. Hier laufen Produkte, Lieferketten, Kapital, Arbeit, Wirkungsteuern, T-SROI, WÖk-IDs, Digitalisierung und politische Rahmenbedingungen zusammen.

Wirkungsebene Leitfrage Beispielhafte WÖk-Prüfung Zweck und Governance Warum existiert das Unternehmen und welche Grenzen gelten? Zweckklausel, Vorstandspflichten, Wirkungsausschuss, rote Linien Geschäftsmodell Woraus entsteht Umsatz und welche Wirkung trägt ihn? Anteil Umsatz mit positiver, neutraler, negativer Wirkung; Stranded-Asset-Prüfung Wertschöpfung Wie entstehen Produkte, Dienstleistungen und Lieferketten? Produktscorecards, Lieferanten-WIX, NACE-/WÖk-ID-Mapping, DPP-Daten

Wirkungsebene Leitfrage Beispielhafte WÖk-Prüfung Organisation Wie werden Entscheidungen, Führung und Verantwortung gestaltet? KII, Wirkungskompetenz, Team-Scorecards, Vergütung nach Wirkung Markt und Gesellschaft Welche Normen, Preise und Infrastrukturen verschiebt das Unternehmen? T-SROI, Standardsetzung, Markttransformation, demokratische Wirkung