WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 7 von 23

5. Akteursgruppen im Unternehmenswirkungsraum#

PDF-Fassung

Die Wirkung eines Unternehmens entsteht nicht durch eine einzelne Akteursgruppe. Geschäftsführung, Beschäftigte, Eigentümer:innen, Kund:innen, Lieferant:innen, Banken, Versicherungen, Aufsicht, Politik, Kommunen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft greifen ineinander. Wirkungsökonomisch geht es nicht darum, einzelne Gruppen moralisch zu markieren, sondern Rollen, Anreize und Verantwortlichkeiten transparent zu machen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Entscheidungsmacht und Wirkungsempfang. Wer die meisten Wirkungen erfährt, hat oft die geringste Entscheidungsmacht: Beschäftigte in Lieferketten, Anwohner:innen, zukünftige Generationen, Ökosysteme, Kinder, Pflegebedürftige oder demokratische Institutionen. Unternehmen als Wirkungssysteme müssen deshalb Stakeholder nicht nur „anhören“, sondern Wirkungsempfänger strukturell berücksichtigen. Akteursgruppe Wirkungspotenzial Wirkungsrisiko WÖk-Anschluss Geschäftsführung und Vorstand Richtungsentscheidung, Governance, Kapitalallokation Kurzfristlogik, KPI-Fixierung, Wirkungssimulation Wirkungsklausel, KII-Dashboard, Wirkungsausschuss Beschäftigte Kompetenz, Innovation, Kultur, Frühwarnwissen Überlastung, Entfremdung, Angstkultur Mitarbeiterwirkungsräume, Weiterbildung, Beteiligung Eigentümer:innen und Investoren Kapital für Transformation und Skalierung Renditedruck, Exit-Logik, Greenwashing Kapitalwirkungsrating, T-SROI, Portfoliowirkung Lieferant:innen Hebel für soziale und ökologische Wirkung Datenlücken, Dumping, Abhängigkeit Lieferketten-Scorecards, faire Übergänge Kund:innen Nachfrage nach wirksamen Lösungen Überforderung, Informationsasymmetrie Wirkungstransparenz, Produktpässe, verständliche Signale Politik und Verwaltung Rahmen, Schutz, Pilotierung, Rechtssicherheit Überregulierung, Symbolpolitik, Bürokratielast Wirkungsrat, Standardisierung, KMU-Schutz