WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 7 von 29

5. Wirkungsmechanik des Einkaufs#

PDF-Fassung

Die Wirkungsmechanik beginnt mit einer einfachen Frage: Welche Zustandsveränderungen werden durch eine Beschaffungsentscheidung ausgelöst oder stabilisiert? Ein Lieferant mit hohem Wasserstress, prekären Arbeitsbedingungen oder intransparenter Datenbasis erzeugt andere Wirkungsrisiken als ein Lieferant mit belastbarer Kreislaufwirtschaft, fairen Löhnen und auditierbarer Energiedaten.

Die WÖk übersetzt diese Wirkung nicht in eine moralische Punkteliste, sondern in eine mehrstufige Steuerungslogik:

Mindestanforderungen, rote Linien, Scorecards, Wirkungsverbesserung, Lieferantenentwicklung, Vertragsrückkopplung und Einkaufsvolumen.

• Mindestanforderungen definieren, was nicht unterschritten werden darf.

• Scorecards zeigen die Wirkungsqualität entlang relevanter SDGs und SDG+.

• Reverse Merit Order verhindert, dass schwere Defizite durch gute Einzelwerte überdeckt werden.

• Lieferantenentwicklung schafft Verbesserungspfade statt reiner Ausschlusslogik.

• Einkaufsvolumen und Konditionen werden zum Rückkopplungshebel.