WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 10 von 19
Rechtliche und regulatorische Anschlussstellen#
Die europäische Regulierung bewegt sich bereits in Richtung stärkerer Nachweispflichten und besserer Verbraucherinformation. Die Richtlinie (EU) 2024/825 stärkt Verbraucher:innen für den ökologischen Wandel und verändert die Regeln gegen unlautere Geschäftspraktiken. Für die Wirkungsökonomie ist das ein wichtiger Anschluss: Umwelt- und Nachhaltigkeitskommunikation wird nicht mehr nur als freiwillige Markenfrage behandelt, sondern als Informations- und Fairnessfrage.
CSRD/ESRS schaffen Unternehmensdaten, die für Claims und Produktkommunikation nutzbar werden. Die EU- Taxonomie setzt Kriterien für ökologisch nachhaltige wirtschaftliche Tätigkeiten. ESPR und der digitale Produktpass schaffen perspektivisch produktbezogene Dateninfrastrukturen. Die Wirkungsökonomie verbindet diese Ansätze:
Was heute Bericht, Taxonomie, Produktpass oder Compliance ist, wird zur Grundlage von Marketingwahrheit.
Rechtlich bleibt zu beachten: Ein WÖk-Marketingkonzept ist keine Rechtsberatung. Es beschreibt eine Struktur, mit der Unternehmen Claims, Kommunikation und Vertrieb so organisieren können, dass sie mit Wirkungsdaten, Lauterkeitsrecht und Verbraucherschutz besser vereinbar sind.
Natalie Weber · Wirkungsökonomie · Go 7 · Seite 7 Anschlussstelle Bedeutung für Marketing Empowering Consumers / Richtlinie (EU) 2024/825 Schutz vor irreführenden Umweltclaims und bessere Verbraucherinformation CSRD/ESRS Datenbasis für Unternehmens- und Produktkommunikation EU-Taxonomie Referenz für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten, aber nicht vollständig für soziale/demokratische Wirkung ESPR / DPP Produktinformationen zu Lebensdauer, Kreislauf, Reparatur und Material DSA / Plattformregeln Kontext für digitale Vertriebskanäle, Transparenz und Plattformverantwortung