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Ausgangsdiagnose: Warum die heutige Umsatzsteuer wirkungsblind ist#

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Die Umsatzsteuer ist eine der wichtigsten Konsumsteuern. Sie ist administrativ etabliert, technisch eingespielt und für Staatshaushalte zentral. Gleichzeitig ist sie wirkungsblind: Sie fragt nicht, ob ein Produkt Klima, Gesundheit, Arbeit, Ressourcen oder Demokratie stärkt oder schwächt.

Diese Blindheit führt zu falschen Signalen. Ein regionaler Bio-Apfel und ein importierter Apfel aus wasserarmen Regionen können steuerlich gleich erscheinen. Ein langlebiges, reparierbares Produkt kann denselben Steuersatz tragen wie ein kurzlebiges Wegwerfprodukt. Ein fair produziertes Textil konkurriert mit Fast Fashion, obwohl die Wirkungen entlang der Lieferkette grundverschieden sind.

Die Folge ist kein individuelles Fehlverhalten, sondern Marktverzerrung. Wer Kosten externalisiert, kann günstiger erscheinen. Wer Verantwortung übernimmt, trägt mehr Aufwand. Die Wirkungsumsatzsteuer setzt genau dort an: Sie verknüpft Preis und Steuer mit nachweisbarer Wirkung.