WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 4 von 22

Ausgangsdiagnose: Warum das heutige Preisschild blind ist#

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Im heutigen Mehrwertsteuersystem erscheint ein Apfel steuerlich vor allem als Produktkategorie. Das Preisschild zeigt Preis, Menge, Herkunft und vielleicht ein Siegel. Es zeigt aber nicht zuverlässig, welche Wasser- oder Arbeitsrisiken in der Lieferkette stecken, welche Emissionen durch Lagerung und Transport entstehen, welche Rückstände oder Pestizidrisiken relevant sind und ob der Anbau Boden und Biodiversität schützt oder schwächt.

Diese Blindheit erzeugt falsche Anreize. Produkte können günstiger erscheinen, weil reale Folgekosten in Gesundheit, Umwelt, Klima oder sozialen Systemen nicht im Preis auftauchen. Nachhaltige Erzeugung wird dann zum Mehrpreis, obwohl destruktive Erzeugung den größeren gesellschaftlichen Preis verursacht.

Die Wirkungsökonomie korrigiert das nicht durch Konsumvorschriften. Sie macht die Wirkung selbst preis- und steuerrelevant. Der Apfel bleibt frei kaufbar; aber der Markt erhält ein besseres Signal darüber, was die Produktkette tatsächlich bewirkt. Heute Wirkungsökonomisch Steuersatz nach Produktkategorie Steuerklasse nach gemessener Wirkung Siegel als Zusatzinformation Scorecard als geprüfte Rückkopplung Herkunft oft als grober Hinweis Herkunft wird über Wasser, Klima, Arbeit und Resilienz bewertet Externe Kosten bleiben unsichtbar Folgekosten werden über Steuer und Preis sichtbar Konsument:innen recherchieren selbst System liefert verständliche, geprüfte Information