WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 3 von 19

Executive Summary#

PDF-Fassung

WÖk-IDs sind die gemeinsame Sprache der Wirkungsökonomie. Sie ordnen Wirkungsdaten so, dass Produkte, Dienstleistungen, Unternehmen, Investitionen, öffentliche Maßnahmen und Kapitalflüsse nicht nur beschrieben, sondern vergleichbar bewertet und in Entscheidungen zurückgeführt werden können.

Ohne diese Identifikatoren bliebe Wirkung eine Sammlung von Berichten, Einzelindikatoren und Interpretationen. Mit ihnen entsteht eine operationalisierbare Wirkungsarchitektur.

Eine WÖk-ID ist kein Etikett für moralisch gutes oder schlechtes Verhalten. Sie ist ein methodischer Schlüssel: Sie verbindet ein Wirkungsfeld mit einem Zielrahmen, einer Datenquelle, einer Messgröße, einem Kontext, einer Bewertungsfunktion, einem Benchmark und einer Prüflogik. Damit wird aus einem Nachhaltigkeitsdatum ein Steuerungsdatum.

Dieses Methodenpapier beschreibt, wie WÖk-IDs aufgebaut werden, welche Rolle SDGs, Agenda 2030 und SDG+ spielen, wie NACE-Codes und Aktivitätsklassen den Kontext bestimmen, wie ESRS-, GRI-, EU-Taxonomie-, Lieferketten- und Produktpassdaten eingebunden werden und welche Governance notwendig ist, damit die WÖk-ID nicht zum Greenwashing- oder Bürokratieinstrument wird.

Ziel ist nicht maximale Datensammlung, sondern eindeutige Wirkungssprache. Eine gute WÖk-ID ist knapp, überprüfbar, versionierbar, anschlussfähig und politisch korrigierbar. Sie darf nicht Menschen bewerten, sondern Aktivitäten, Produkte, Organisationen, Kapitalflüsse oder Maßnahmen. Dadurch bleibt die Wirkungsökonomie demokratiefähig und marktwirtschaftlich anschlussfähig.