WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 4 von 14
Ausgangsdiagnose: Der Staat repariert zu oft, statt Rückkopplungen zu bauen#
Viele heutige politische Instrumente entstehen als Antwort auf Fehlanreize: ein Markt bildet ökologische Kosten nicht ab, also wird eine Sonderabgabe eingeführt. Ein Wohnungsmarkt überhitzt, also kommen Mietregeln und Förderprogramme. Gesundheitssysteme finanzieren Krankheit, also entstehen Präventionskampagnen. Desinformation schwächt Vertrauen, also entstehen neue Aufsichtspflichten.
Diese Instrumente sind oft notwendig. Aber wenn sie nur nachträglich reparieren, wächst eine Bürokratie, die die Grundlogik nicht verändert. Die Wirkungsökonomie fragt daher nach der tieferen Struktur: Welche Preise, Daten, Regeln und Institutionen müssten so gestaltet werden, dass destruktive Wirkung gar nicht erst günstiger ist als konstruktive Wirkung?
Reparaturstaat Wirkungsarchitektur Beispiel Problem tritt auf, Programm folgt Wirkung wird vorher sichtbar und rückgekoppelt Förderprogramm vs. wirkungsbasierte Preis- und Steuerlogik Ressorts verwalten Zuständigkeiten Wirkungsräume werden über Ressortgrenzen gelesen Bildung wirkt auf Gesundheit, Arbeit und Demokratie Erfolg = Mittelabfluss oder Gesetzesbeschluss Erfolg = überprüfbare Zustandsveränderung Sanierungsquote plus Warmmietenwirkung Daten als Berichtspflicht Daten als Steuerungs- und Korrekturgrundlage CSRD/ESRS, WÖk-IDs, Wirkungshaushalt