WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 5 von 12
3. Neue Logik: Erwerbsarbeit, Maschinenleistung und Wirkleistung trennen#
Die Wirkungökonomie ordnet Leistung dreifach: Erwerbsarbeit ist eine bezahlte Tätigkeit; Maschinenleistung ist produktive Leistung durch Technik; Wirkleistung ist reale positive Zustandsveränderung. Nur die dritte Kategorie ist normativ maßgeblich. Erwerbsarbeit kann hohe Wirkleistung erzeugen, muss es aber nicht. Maschinenleistung kann produktiv sein, muss aber gesellschaftlich rückgekoppelt werden. Unbezahlte Tätigkeiten können hohe Wirkung erzeugen, obwohl sie im alten System finanziell unsichtbar bleiben. Leistungsform Definition WÖk-Konsequenz Erwerbsarbeit Bezahlte Tätigkeit am Markt oder in Organisationen.
Bleibt wichtig, aber nicht alleiniger Maßstab für Einkommen, Würde und Sozialabgaben. Maschinenleistung Produktivität durch KI, Robotik, Automatisierung, Plattformen und Daten. Muss über Automatisierungsdividende, Wirkungsfonds und Unternehmens-/Kapitalwirkung
Leistungsform Definition WÖk-Konsequenz rückgekoppelt werden. Wirkleistung Positive Netto-Wirkung auf Mensch, Planet und Demokratie. Wird zur Grundlage von Wirkungseinkommen, Boni, Förderlogiken und Anerkennung. Blind-/Verlustleistung Aktivität, die wenig oder negative Zustandsveränderung erzeugt. Wird sichtbar, damit Arbeit nicht allein durch Aktivität legitimiert wird.