WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 9 von 14
5. Evaluation und demokratische Korrektur#
Evaluation und demokratische Korrektur wird in diesem Unterbereich als eigenständiger Wirkungshebel verstanden.
Entscheidend ist, welche Zustände verändert werden: Einkommen, Sicherheit, Selbstwirksamkeit,
Wirkungsökonomie | Natalie Weber | Arbeitsfassung | Wirkung statt Kapital. Für Mensch, Planet und Demokratie.
Beschäftigungsqualität, Datenmacht, demokratisches Vertrauen, Finanzierung öffentlicher Systeme und die Fähigkeit einer Gesellschaft, produktiver zu werden, ohne Menschen abzuwerten.
Die alte Logik fokussiert häufig auf Inputs: Arbeitsstunden, Lohnsumme, Beschäftigungsquote, Kapitalrendite oder Steueraufkommen. Die wirkungsökonomische Logik ergänzt diese Daten um Richtung und Rückkopplung: Welche Leistung erzeugt reale Wirkung? Welche Externalitäten entstehen? Welche Systemkosten werden vermieden?
Welche Folgekosten werden nur verschoben?
Für die praktische Umsetzung braucht es eine Kombination aus qualitativer Einordnung, standardisierten WÖk-IDs, Scorecards, Datenqualitätsstufen, demokratischer Kontrolle und politischem Ausgestaltungsspielraum. Dabei darf das System niemals zu einer Bewertung einzelner Menschen als Personen werden; bewertet werden Tätigkeitskontexte, Organisationen, Projekte, Produkte und systemische Wirkungen.