WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 25 von 118
Teil II – Externe Bezugslinien#
2.1 Kommunikationsmodelle: vom Sender-Empfänger-Bild zur Wirkungslogik Klassische Kommunikationsmodelle haben Kommunikation zunächst stark als Übertragung verstanden.
Shannon beschreibt Information mathematisch als Signalübertragung mit Störung und Kanal. Lasswells berühmte Formel fragt, wer was über welchen Kanal zu wem mit welcher Wirkung sagt. Diese Modelle sind historisch wichtig, aber für die Wirkungsökonomie zu schmal, wenn sie allein als lineare Übertragung gelesen werden. Die Wellenlogik verschiebt den Blick. Kommunikation ist nicht nur Sendung und Empfang. Sie tritt in einen Wirkungsraum ein, wird sichtbar oder ignoriert, erzeugt emotionale oder praktische Betroffenheit, wird gerahmt, findet Resonanz und kann schließlich politische oder soziale Strukturen verändern.
Damit verbindet das Modell Übertragung mit Verarbeitung. Es fragt nicht nur nach der Botschaft, sondern nach dem System, das auf die Botschaft reagiert.
Quellenbezug: [E1], [E2], [I12]