WÖk · Onlinefassung · Abschnitt 72 von 118
Teil VI – Methodik#
6.1 Das Analyseverfahren in acht Schritten Das Wellen-Tiefen-Modell kann praktisch in acht Schritten angewendet werden. Erstens wird der Auslöser bestimmt. Zweitens wird der Wirkungsraum abgegrenzt. Drittens wird die Sichtbarkeitswelle beschrieben.
Viertens wird Betroffenheit analysiert. Fünftens wird die Bewertungslogik offengelegt. Sechstens wird Resonanz oder Anpassung geprüft. Siebtens werden Struktur- und Rückkopplungseffekte beschrieben. Achtens wird die Tiefe rekonstruiert. Diese Reihenfolge ist kein starres Verfahren. In der Praxis kann man mit der Welle beginnen, die gerade am sichtbarsten ist. In einer Debatte ist das oft Aufmerksamkeit oder Emotion. In einem Produktfall ist es häufig Sichtbarkeit oder Bewertung. In Kapitalmärkten beginnt es häufig mit Risiko. Entscheidend ist, dass keine Welle dauerhaft übersprungen wird. Der achte Schritt, die Tiefe, sollte nicht ans Ende verbannt werden. Er kann parallel mitlaufen. Die Tiefe verhindert, dass das Modell nur Symptome beschreibt.
Quellenbezug: [I1], [I10], [I12]