Co2 preis warum wir ihn ohnehin … · Onlinefassung · Abschnitt 10 von 22

Wie entsteht ein CO2-Preis?#

PDF-Fassung

Es gibt zwei Hauptwege: Steuer beziehungsweise Abgabe und Emissionshandel.

Bei einer CO2-Steuer oder CO2-Abgabe legt der Staat einen festen Preis pro Tonne CO2 fest. Die Schweiz erhebt nach Angaben des Bundesamts für Umwelt eine CO2-Abgabe von 120 Franken pro Tonne CO2 auf fossile Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas. Ein großer Teil der Einnahmen wird an Bevölkerung und Unternehmen zurückverteilt. Das ist wichtig: Der CO2-Preis muss nicht einfach Geld beim Staat sammeln. Er kann auch als Lenkungsinstrument mit Rückverteilung funktionieren.

Beim Emissionshandel legt der Staat oder die EU fest, wie viele Emissionsrechte es insgesamt gibt. Wer CO2 ausstoßen will, braucht Zertifikate. Die Menge der Zertifikate sinkt mit der Zeit. Dadurch entsteht Knappheit.

Der Preis bildet sich am Markt. Die Europäische Kommission beschreibt den EU-Emissionshandel als System mit sinkender Obergrenze:

Jede Berechtigung steht für eine Tonne CO2-Äquivalent, und die Gesamtmenge wird jährlich reduziert.

Deutschland nutzt für Verkehr und Wärme zusätzlich ein nationales System. Nach Angaben des Umweltbundesamts werden Zertifikate dort 2026 in einem Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 versteigert. Beide Modelle verfolgen denselben Grundgedanken: Emissionen sollen nicht länger kostenlos in die Atmosphäre abgegeben werden.