Co2 preis warum wir ihn ohnehin … · Onlinefassung · Abschnitt 14 von 22

Warum kein CO2-Preis nicht sozial ist#

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Ein häufiger Einwand lautet: Ein CO2-Preis belastet Menschen mit wenig Einkommen. Das kann stimmen, wenn er schlecht gemacht ist. Energie, Mobilität und Heizung sind Grundbedürfnisse. Wer wenig Geld hat, kann nicht einfach morgen umziehen, das Auto ersetzen oder das Haus sanieren.

Aber daraus folgt nicht, dass kein CO2-Preis sozialer wäre. Ohne CO2-Preis zahlen Menschen mit wenig Einkommen ebenfalls: über Klimaschäden, höhere Mieten nach Schäden, höhere Versicherungen, höhere Lebensmittelpreise, Gesundheitsbelastungen und Steuern. Oft sind sie stärker betroffen, weil sie in schlechter gedämmten Wohnungen leben, weniger Rücklagen haben und schlechter vor Hitze, Flut oder Preissteigerungen geschützt sind. Sozial gerecht ist deshalb nicht kein CO2-Preis. Sozial gerecht ist: CO2 bepreisen, Einnahmen zurückgeben, Haushalte mit wenig Einkommen gezielt entlasten, klimafreundliche Alternativen bezahlbar machen, Sanierung, ÖPNV, Wärmewende und Infrastruktur finanzieren und fossile Abhängigkeit senken.

Die Schweiz zeigt eine wichtige Grundidee: Ein erheblicher Teil der CO2-Abgabe wird an Bevölkerung und Unternehmen zurückverteilt. Dadurch zahlen Vielverbraucher mehr, während Menschen mit geringem fossilem Verbrauch profitieren können. Nicht der CO2-Preis ist ungerecht. Ungerecht ist, wenn Rückverteilung und Alternativen fehlen.