Partei der verwundbarkeit afd pr… · Onlinefassung · Abschnitt 13 von 20

Die AfD als Beispiel negativer Netto-Wirkung#

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Die Wirkungsökonomie fragt nicht: Was behauptet eine Partei?

Sie fragt: Was bewirkt ihr Programm? Welche Zustände verändert es? Welche Risiken erzeugt es? Welche Systemfunktionen stärkt oder schwächt es?

Welche Rückkopplungen löst es aus? Auf dieser Ebene zeigt sich: Das AfD-Programm erzeugt negative Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie. Für den Menschen, weil es Zugehörigkeit verengt, bestimmte Gruppen abwertet, soziale Infrastruktur politisiert und Bildung weniger als Befähigung denn als Identitätsformung versteht.

Für den Planeten, weil es Klimarisiken nicht als harte physische und ökonomische Risiken behandelt, sondern als ideologische Erzählung abwehrt. Für die Demokratie, weil es Institutionen delegitimiert, politische Bildung umlenken will, Medien angreift, Diskursräume polarisiert und Vertrauen in demokratische Korrektursysteme schwächt.

In der Logik der SDG+ ist das besonders gefährlich.

Denn SDG+ beschreibt jene Systemqualitäten, ohne die eine Gesellschaft ihre Probleme nicht mehr korrekt bearbeiten kann: Demokratie, Medien, Rechtsstaat, Diskurs, Transparenz, Kooperation, Vielfalt, Digitalverantwortung und gesellschaftliche Resilienz.

Die AfD beschädigt also nicht nur einzelne politische Felder. Sie beschädigt die Fähigkeit des Systems, Fehler zu erkennen und zu korrigieren. Das ist der tiefere Schaden.