Wenn alle von wirkung sprechen f… · Onlinefassung · Abschnitt 13 von 19
Wirkungsarchitektur statt Wirkungsrhetorik#
Damit Wirkung mehr ist als ein politisches Schlagwort, braucht es eine Wirkungsarchitektur.
Eine Wirkungsarchitektur umfasst: klare Begriffe, verlässliche Daten, standardisierte Indikatoren, kontextbezogene Benchmarks, Scorecards, Nicht-Kompensation, Rückkopplung, demokratische Kontrolle, Wirkungsprüfung, Wirkungslenkung, Wirkungsrisikomanagement und transparente Wirkungsberichte. Wichtig ist: Nicht jede positive Wirkung darf negative Wirkung überdecken.
Ein Förderprogramm für Wirtschaftswachstum, das Arbeitsplätze schafft, aber ökologische Schäden vergrößert, darf nicht einfach als erfolgreich gelten. Ein Wohnungsbauprogramm, das neue Wohnungen schafft, aber Bodenversiegelung, Verdrängung oder soziale Spaltung verstärkt, muss differenziert bewertet werden. Ein Innovationsprogramm, das Start-ups fördert, aber vor allem spekulatives Kapital begünstigt, erzeugt nicht automatisch gesellschaftliche Wirkung.
Wirkung braucht deshalb Nicht-Kompensation.
Das schwächste zentrale Wirkungsfeld muss sichtbar bleiben. Gute Effekte dürfen schlechte nicht einfach ausgleichen. Sonst entsteht Wirkungswashing.