Prozessarchitektur wirkungsoekon… · Onlinefassung · Abschnitt 1 von 10
Wirkungsökonomie#
Einleitung Die Wirkungsökonomie basiert auf einer einfachen, aber grundlegenden Erkenntnis: Solange wirtschaftlicher Erfolg am Kapital gemessen wird, entstehen Fehlanreize, die Mensch, Planet und Demokratie gleichermaßen schädigen.
Erst wenn Wirkung – also der tatsächliche Beitrag einer Aktivität zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit unserer Systeme – zum Maßstab wird, kann Wirtschaft im 21. Jahrhundert nachhaltig, gerecht und resilient funktionieren.
Damit diese Steuerung nach Wirkung funktioniert, braucht es ein konsistentes, datenbasiertes Verfahren: Daten müssen erhoben, geprüft, verdichtet, bewertet und schließlich in steuerliche Anreize übersetzt werden. Dieses Dokument beschreibt diesen Prozess – vom ersten Datensatz bis zur endgültigen Steuerfestsetzung – als geschlossenen, lernfähigen Kreislauf.
Im Zentrum stehen dabei zwei ineinandergreifende Prozessketten:
1. Der Daten- und Bewertungsprozess – wie aus realen Nachhaltigkeitsdaten standardisierte Wirkungswerte entstehen (Archetypen, Benchmarks, Scores). 2. Der Steuerprozess – wie diese Werte anschließend in eine differenzierte Steuerlogik überführt werden, die nachhaltiges Handeln belohnt und destruktives Verhalten verteuert. Beide Prozesse bilden zusammen das Herzstück des wirkungsökonomischen Steuer- und Anreizsystems. Sie machen erstmals sichtbar, wie Wirkung systematisch erhoben, objektiviert und operationalisiert werden kann – und wie daraus ein lernendes Steuersystem entsteht, das ökonomische Effizienz, ökologische Tragfähigkeit und gesellschaftliche Gerechtigkeit miteinander verbindet.