Wirkungsoekonomisches schulkonze… · Onlinefassung · Abschnitt 15 von 42

10. Unterrichtsstruktur: Der Wirkungszyklus des Lernens#

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Jede größere Lernsequenz kann als Wirkungszyklus gestaltet werden. Dieser Zyklus macht sichtbar, dass Lernen nicht aus Stoffaufnahme besteht, sondern aus Wahrnehmen, Verstehen, Anwenden, Rückmelden und Verbessern. Phase Leitfrage Typische Methoden 1. Wahrnehmen Welcher Zustand, welches Problem oder welches Phänomen ist sichtbar? Beobachtung, Bildimpuls, Messung, Erfahrung, Fallgeschichte 2. Fragen Was verstehen wir noch nicht? Fragensammlung, Hypothesen, Vorwissen, Interessenkarte 3. Verstehen Welche fachlichen Grundlagen brauchen wir? Input, Übung, Experiment, Textarbeit, Modellbildung 4. Verbinden Wie hängt das mit anderen Fächern und Wirkungsräumen zusammen? Systemkarte, Fachbrücke, Gruppengespräch, Experteninterview 5. Gestalten Was können wir ausprobieren oder verändern? Projekt, Prototyp, Debatte, Handlungsvorschlag, kreative Umsetzung 6. Prüfen Welche Wirkung hatte unser Lernen oder Handeln? Feedback, Datenvergleich, Reflexion, Portfolio, Präsentation 7. Korrigieren Was lernen wir daraus für den nächsten Zyklus? Revision, Lernzielanpassung, neue Frage, Transferaufgabe 11. Die Rolle der Lehrkräfte Lehrkräfte werden nicht weniger wichtig, sondern wichtiger. Sie sind nicht nur Stoffvermittler:innen, sondern Lernarchitekt:innen, Fachpersonen, Beziehungsarbeiter:innen, Feedbackgeber:innen, Demokratietrainer:innen und Wirkungsmoderator:innen.

Sie sichern fachliche Qualität und verhindern Beliebigkeit.