WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 104 von 244
H03 · Prozess- und Systemintegration#
Implementierungsmethode Umsetzen, Beobachten und Lernen Version 1.0 · Quellen: INT-03 · INT-05 · EXT-MGT-13 · EXT-NORM-04 Wirkungsentscheidungen, Daten, Rollen und Kontrollen in bestehende Kernprozesse und IT-Systeme einbauen, ohne Parallelbürokratie zu schaffen.
Verbindlicher Output Integrationsplan je Prozess mit Entscheidungspunkt, Daten, Rolle, System, Kontrolle und Vereinfachung.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Entscheidungen pilotiert, integriert, beobachtet, geprüft, korrigiert oder skaliert werden. Nicht geeignet Nicht als reine Projektadministration oder Reportingroutine ohne Entscheidungsfolge verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: G03/E09/H02. Nachfolger: H05/H08.
Vorgehen#
1. Kernprozesse und Entscheidungspunkte priorisieren.
2. Wirkungsanforderung je Entscheidung definieren.
3. Daten und Rollen aus Operating Model zuordnen.
4. Bestehende Kontrollen und Systeme nutzen oder anpassen.
5. Doppelarbeit und Medienbrüche abbauen.
6. Pilotieren, dokumentieren und skalieren.
Leitfragen#
An welchem Moment wird die Wirkung real entschieden?
Kann ein vorhandenes Datum mehrfach genutzt werden?
Welche alte Kontrolle kann entfallen? H03 · Prozess- und Systemintegration – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Prozess-Swimlane mit eingebetteten Wirkungschecks und Datenobjekten; Alt-/Neu-Vergleich.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Keine separate Schattenorganisation. Daten sind am Entscheidungspunkt verfügbar.
Vereinfachung wird gemessen.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Zusätzliche Pflichtfelder ohne Entscheidungsnutzen vermeiden.
Automatisierung nicht vor Prozessklarheit.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · INT-05 · EXT-MGT-13 · EXT-NORM-04. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.