WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 108 von 244
H07 · Wirkungsreview und lernende Retrospektive#
Review / Lernen Umsetzen, Beobachten und Lernen Version 1.0 · Quellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-07 · EXT-MGT-08 · EXT-IMP-22 Regelmäßig prüfen, was tatsächlich wirkte, was nicht, welche Nebenwirkungen entstanden und welche Annahmen, Regeln oder Ziele geändert werden müssen.
Verbindlicher Output Reviewprotokoll mit Evidenz, Abweichung, Beitrag, Nebenwirkung, Lernstufe und verbindlichen Änderungen.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Einsatz, wenn Entscheidungen pilotiert, integriert, beobachtet, geprüft, korrigiert oder skaliert werden. Nicht geeignet Nicht als reine Projektadministration oder Reportingroutine ohne Entscheidungsfolge verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 5–10 Personen Benötigte Inputs Auftrag, vorhandene Daten und relevantes Kontextwissen Schnittstellen Vorgänger: H02–H06. Nachfolger: neue Runde A–H.
Vorgehen#
1. Erwartete Wirkung und Annahmen rekonstruieren.
2. Daten, Erfahrungen und Betroffenenfeedback auswerten.
3. Abweichungen und unerwartete Wirkungen analysieren.
4. Single-, Double- und Triple-Loop-Lernen unterscheiden.
5. Änderungen, Stop oder Skalierung entscheiden.
6. Register, Methoden und Verantwortlichkeiten aktualisieren.
Leitfragen#
Was hat sich bei Empfängern verändert? Welche Regel oder Annahme war falsch? Was beenden wir? H07 · Wirkungsreview und lernende Retrospektive – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Review-Canvas: erwartet, beobachtet, Erklärung, Nebenwirkung, Lernschleife, Entscheidung, Owner.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenzen und Referenzrahmen sind eindeutig.
Empirische Befunde, Annahmen und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Ergebnis führt zu einer klaren nächsten Entscheidung oder Lernfrage.
Betroffenenfeedback ist gleichwertige Evidenzquelle.
Review führt zu Entscheidungen. Erfolge werden ebenfalls auf Nebenwirkungen geprüft.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Ergebnis nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Betroffene, negative Wirkungen und Machtasymmetrien dürfen nicht durch Workshopkonsens verschwinden.
Retrospektive nicht auf Prozessstimmung reduzieren.
Fehler nicht individualisieren.
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-01 · INT-03 · EXT-MGT-07 · EXT-MGT-08 · EXT-IMP-22. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations- und Rückkopplungslogik.