WÖMS 2.0 · Onlinefassung · Abschnitt 151 von 244
M04 · Macht-, Widerstands- und Konfliktkarte#
Canvas / Analysemethode Change, Adoption, Workforce, Skills und Wissen Version 2.0 · Que llen: INT-03 · EXT-MGT-10 · EXT-HUM-01 Widerstand nicht als Defizit einzelner Personen, sondern als Information über Interessen, Verluste, Identität und Systemwidersprüche nutzen. Verbindlicher Output Konfliktkarte mit Themen, Akteuren, Macht, legitimen Anliegen, Risiken, Dialog- und Entscheidungsformaten.
Einsatzrahmen Festlegung Geeignet Wenn die entsprechende Managementfunktion entscheidungsrelevant ist und ein versionierter, nachvollziehbarer Output benötigt wird.
Nicht geeignet Nicht als Ersatz für fachliche Detailanalyse, Rechtsprüfung oder unabhängige Expertise verwenden. Dauer 90–150 Minuten Beteiligte 4–10 Personen Benötigte Inputs Wirkungsmandat, vorhandene Daten und relevante Vorarbeiten Schnitts tellen Vorgänger: A01–A06. Nachfolger: abhängig vom Ergebnis.
Vorgehen#
1. Konflikte und Widerstandssignale sammeln.
2. Akteure, Interessen, Werte, Verluste und Abhängigkeiten analysieren.
3. Legitimen Widerspruch von Sabotage und Fehlinformation unterscheiden.
4. Machtasymmetrien und sichere Artikulationsräume prüfen.
5. Bearbeitungs-, Beteiligungs- und Entscheidungswege festlegen.
6. Ergebnisse und offene Dissense dokumentieren.
Leitfragen#
Was schützt der Widerstand? Welche Kritik verbessert die Wirkung? Wo fehlt ein sicherer Widerspruchsweg? M04 · Macht-, Widerstands- und Konfliktkarte – Fortsetzung
Visualisierungs- und Canvas-Spezifikation#
Konfliktlandkarte Interessen × Macht × Wirkung × Bearbeitungsmodus.
Qualitätskriterien#
Empfänger, Systemgrenze, Wirkungsziel und Schutzrahmen sind eindeutig.
Befunde, Annahmen, Modelle und normative Bewertungen bleiben unterscheidbar.
Der Output besitzt Owner, Version, Evidenzstatus und eine klare nächste Entscheidung.
Übergangslasten, Macht- und Sicherheitsverluste sind sichtbar.
Adoption wird als reales Verhalten, nicht als Kommunikationsteilnahme gemessen.
Typische Fehlanwendungen und Schutzmaßnahmen#
Methode nicht als endgültige Wahrheit, sondern als versionierte Entscheidungsgrundlage behandeln.
Workshopkonsens darf Betroffene, negative Wirkung, Machtasymmetrien oder Minderheitsvoten nicht ausblenden.
Keine Fach-, Rechts-, Sicherheits- oder Datenprüfung durch ein Canvas ersetzen.
Widerstand nicht pathologisieren und Kommunikation nicht mit Adoption verwechseln.
Varianten#
Kurzcheck 45 Minuten Standardworkshop Deep Dive mit Daten- und Fachanalyse
Quellen- und Herkunftslinie#
Interne und externe Anschlussquellen: INT-03 · EXT-MGT-10 · EXT-HUM-01. Die WÖMS-Ausgestaltung verbindet diese Quellen mit der wirkungsökonomischen Begriffs-, Grenz-, Nichtkompensations-, Realisierungs- und Rückkopplungslogik.