Soziale Marktwirtschaft
Wohlstand, Wettbewerb und sozialer Ausgleich werden als Ordnungsfrage verstanden.
Ordnung · Demokratische Anschlussfähigkeit
Aus christdemokratischer Perspektive kann die WÖk als Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft gelesen werden.
Kurzthese
Markt, Eigentum und Wettbewerb bleiben, aber Verantwortung wird stärker in Preise, Steuern, Kapital und Institutionen zurückgekoppelt. Die WÖk wäre aus dieser Perspektive keine Detailplanung, sondern eine bessere Ordnung der Signale.
Politische Grundlinie
Wohlstand, Wettbewerb und sozialer Ausgleich werden als Ordnungsfrage verstanden.
Eigentum, Freiheit und unternehmerische Entscheidung bleiben mit Verantwortung verbunden.
Institutionen, Familie, Mittelstand, Sicherheit und Generationengerechtigkeit sind zentrale Stabilitätsräume.
Programmatik
Die CDU verweist in offiziellen Nachhaltigkeits- und Programmdokumenten auf die universellen 17 UN-Nachhaltigkeitsziele und die nationale Umsetzung über die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. CDU und CSU rahmen Nachhaltigkeit zugleich umfassend: ökologisch, ökonomisch, sozial, generationengerecht, technologieoffen und ordnungspolitisch. Die CSU nennt die 17 globalen SDGs in ihrem Grundsatzprogramm als Grundlage politischen Handelns.
Offizieller CDU-Antrag: Nachhaltigkeit, Wachstum, Wohlstand · CDU-Grundsatzprogramm · CSU-Grundsatzprogramm 2023
Diese Anschlussstelle bedeutet nicht, dass CDU oder CSU die Wirkungsökonomie vertreten. Sie zeigt nur, dass die WÖk an bestehende demokratische Wert- und Zielsysteme anschließen kann.
WÖk-Formel: Die Union kann die WÖk als ordnungspolitisches Update der Sozialen Marktwirtschaft lesen.
Anschluss an die WÖk
Der Staat setzt den Ordnungsrahmen. Unternehmen und Bürger:innen entscheiden dezentral innerhalb ehrlicherer Signale.
Schäden an Gesundheit, Klima, Vertrauen oder Infrastruktur werden früher sichtbar und nicht dauerhaft auf Dritte verschoben.
Einheitliche Wirkungsdaten können langfristig Förderflickenteppiche, Sonderregeln und Reparaturprogramme reduzieren.
Mögliche Schwerpunkte
Wirkungspraxis
Die aktuelle Energie- und Wirtschaftspolitik der schwarz-roten Bundesregierung wird politisch kontrovers bewertet. In Bundestagsdebatten wurde insbesondere Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für eine stärkere fossile Orientierung kritisiert; die Koalition verteidigt den Kurs mit Verweis auf Energiepreise, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Stabilität. Hier entsteht keine einfache Parteibewertung, sondern eine Wirkungslücke, die wirkungsökonomisch geprüft werden müsste.
Bundestag: Aussprache zur Energiepolitik der Bundesregierung, 08.05.2026 · Bundestag: Regierungsbefragung Katherina Reiche, 18.03.2026
Eine Linie betont Energiewende, erneuerbare Energien, Wasserstoff, Netze und klimaneutrale Industrie. Quelle: Staatskanzlei Schleswig-Holstein: PowerNet 2026.
Eine Linie verbindet Industrieland, Planungssicherheit, vorgezogenen Kohleausstieg 2030, erneuerbare Energien und Wasserstoff. Quelle: Wirtschaft NRW: Braunkohleausstieg 2030.
Eine Linie legt stärkeres Gewicht auf Energiepreise, Versorgungssicherheit, Industrie und fossile Übergangsoptionen. Quelle: Bundestag: Regierungsbefragung 2026.
Zielkonflikte
Wie viel Staat braucht eine belastbare Wirkungsrückkopplung, ohne zum Detailplaner zu werden?
Wie werden Datenpflichten so schlank, dass kleine und mittlere Unternehmen nicht überlastet werden?
Wie schnell sollen Preise negative Wirkung abbilden, ohne soziale oder industrielle Brüche zu erzeugen?
WÖk-Gegenfragen
Diese Seite ist keine Wahlempfehlung. Sie behauptet nicht, dass CDU oder CSU die Wirkungsökonomie vertreten oder vollständig teilen. Sie zeigt lediglich, welche Anschlussstellen zwischen einer demokratischen politischen Tradition und der Wirkungsökonomie bestehen könnten.
Offizielle Quellen: CDU-Grundsatzprogramm 2024 und CDU-Programmdokumente; CSU-Grundsatzprogramm 2023. Stand der Sichtung: 22.05.2026.
CDU: Grundsatzprogramm · CSU: Grundsatzprogramm
Regierungspraxis / parlamentarische Quellen: Bundestagsdokumentation zur Energiepolitik 2026, Regierungsbefragung Katherina Reiche, Landesregierung Schleswig-Holstein / PowerNet 2026, Wirtschaft NRW / Kohleausstieg 2030.
WÖk-Grundlagen: Führender Begriffsleitfaden, Ordnungsseiten, Systemmodell, Buchstand 2026, SDGs / Agenda 2030 / SDG+.