Problem klären
Essbare Lebensmittel werden unnötig eingekauft und weggeworfen. Erst Wiegen und Nachfragen klären, ob Mengenplanung, Geschmack oder Ausgabe die Ursache sind.
Methodenübersicht · mit interaktiver Demo
Was verändert unsere Maßnahme, und was lernen wir daraus?
Impact Controlling heißt: regelmäßig prüfen, was eine Maßnahme tatsächlich verändert, und mit diesen Erkenntnissen die nächsten Entscheidungen verbessern. Controlling bedeutet hier unterstützen und nachsteuern, nicht Menschen kontrollieren.
1 · Ein Fall, Schritt für Schritt
Stell dir eine Schulküche vor. Jeden Tag gehen 1.000 Essen über die Theke. Danach landen 100 Kilogramm essbare Lebensmittel im Abfall. Die Küche ändert ihre Mengenplanung und bietet kleinere Erstportionen mit kostenlosem Nachschlag an. Nach der Umstellung sind es noch 60 Kilogramm. Klingt gut. Aber was hat sich durch die Umstellung verändert?
Vollständig erfundenes Lernbeispiel. Alle Mengen, Preise, Faktoren, Schwellen und Befunde sind Modellannahmen, keine Messdaten einer realen Schule und keine allgemeinen Standards.
Essbare Lebensmittel werden unnötig eingekauft und weggeworfen. Erst Wiegen und Nachfragen klären, ob Mengenplanung, Geschmack oder Ausgabe die Ursache sind.
Im Modell sollen jährlich 6.000 kg essbare Abfälle zusätzlich vermieden werden. Ausreichende, gesunde Mahlzeiten, Zugang und Lebensmittelhygiene bleiben verbindliche Anforderungen. Weniger Abfall durch hungrige Kinder wäre ein Scheinerfolg.
Vor einer Entscheidung werden bessere Planung und Nachschlag mit anderen Speiseplänen, veränderter Ausgabe sowie Fortführung des bisherigen Ablaufs verglichen. Portionen pauschal zu kürzen ist keine gleichwertige Lösung, wenn die Versorgung leidet.
Mengen besser planen und Nachschlag anbieten.
Die Küche produziert bedarfsgerechter; Kinder wählen passende Portionen.
Abfall, Einkauf, Versorgung und Nebenfolgen beobachten und vergleichen.
SDGs, Ernährung, Hygiene, fairer Zugang und begründete Ziele heranziehen.
2 · Genau hinsehen
40 kg beobachteter Rückgang - 10 kg gemeinsame Entwicklung = 30 kg zusätzlicher Unterschied pro Tag. Schätzung unter den beschriebenen Vergleichsannahmen; keine reale Fallstudie.
Die Vergleichsküche reduziert ihren Abfall ebenfalls: von 100 auf 90 kg. Deshalb rechnen wir 10 kg der beobachteten Verringerung zunächst der gemeinsamen Entwicklung zu. Der zusätzliche Unterschied beträgt 30 kg. Diese Differenz-von-Differenzen ist nur unter begründeten Annahmen kausal interpretierbar: vergleichbare Entwicklung ohne Umstellung, keine Übertragung des Programms auf die Vergleichsküche, keine anderen unterschiedlich wirkenden Eingriffe und vergleichbare Gruppen und Messungen. Zwei Vorher-Nachher-Werte beweisen das nicht. Mehrere frühere Messperioden, Kontrollgruppen und eine passende Unsicherheitsanalyse sind nötig.
Zwei vergleichbare Schulküchen, gleiche Jahreszeit, gleiche Erfassung essbarer Abfälle und jeweils 1.000 Essen pro Öffnungstag. Die Werte sind Tagesmittel über vergleichbare Messwochen. Eine Küche stellt um; die Vergleichsküche zunächst nicht. 180 Öffnungstage bilden das Rechenjahr. Wetter, Speiseplan, Zahl der Essen, Erfassungsfehler und andere Änderungen müssen in einem echten Fall geprüft werden.
Leistungszahlen und Wirkungskennzahlen ergänzen sich. Eine Liste von KII ist immer eine Auswahl für einen bestimmten Fall; es gibt keine universelle Pflichtliste für jede Organisation.
3 · Jede Kennzahl nachvollziehen
Jede Karte zeigt Ergebnis und Bedeutung. Unter „Formel, Rechnung und Anwendung“ stehen die vollständige Berechnung, Messweise und Grenzen. Die ersten vier Karten erklären den Mengenvergleich; die weiteren prüfen Ziel, Nebenfolgen, Verteilung und Kosten.
KPI · Bezugsgröße
Vergleichen wir dieselbe Leistung?
180.000 Essen/Jahr
Die Küche versorgt täglich gleich viele Menschen. Dadurch lassen sich die Abfallmengen besser vergleichen.
Die Zeichen bedeuten: Q: Essen im betrachteten Zeitraum.
Eingesetzt: 1.000 Essen/Tag × 180 Tage
Warum wichtig? Bei weniger Essen könnte weniger Abfall allein an weniger Leistung liegen.
So wird gemessen: Ausgabenzählung täglich; gleiche Definition in beiden Küchen.
Grenzen: Die Menge sagt nichts über Ernährung, Zugang oder Wirkung aus.
KII · beobachteter Zustand
Wird bei gleicher Leistung weniger weggeworfen?
100 → 60 g je Essen
40 g weniger essbarer Abfall pro ausgegebenem Essen; beobachtete Verringerung 40 %.
Die Zeichen bedeuten: W: essbarer Abfall in kg/Tag; Q: Essen/Tag; 1.000: g pro kg.
Eingesetzt: Vorher: 100 / 1.000 × 1.000 = 100; nachher: 60 / 1.000 × 1.000 = 60
Warum wichtig? Eine alltagsnahe Kernkennzahl für SDG 12.3. Sie zeigt Ressourcenverluste bei vergleichbarer Versorgung.
So wird gemessen: Getrennt wiegen, gleiche Waage und Messwochen; essbare Abfälle und Essen täglich protokollieren.
Grenzen: Noch kein kausal der Umstellung zugerechneter Erfolg. Essbarer und unvermeidbarer Abfall sind zu trennen.
KII · bedingte Wirkungsschätzung
Wie viel wäre ohne die Umstellung vermutlich auch passiert?
30 kg zusätzlich vermiedener Abfall/Tag
Die beobachtete Verringerung von 40 kg wird um 10 kg gemeinsame Entwicklung bereinigt.
Die Zeichen bedeuten: W: Abfall der umgestellten Küche; V: Abfall der Vergleichsküche; jeweils kg/Tag bei gleicher Essenzahl.
Eingesetzt: (100 - 60) - (100 - 90) = 40 - 10
Warum wichtig? Verhindert, dass der gesamten Veränderung vorschnell die eigene Maßnahme zugeschrieben wird.
So wird gemessen: Mehrere Messwochen vor und nach Beginn in beiden Küchen; Trends, Speisepläne, Erfassung und mögliche Übertragung prüfen.
Grenzen: Kausale Interpretation nur bei tragfähigem Vergleich. Der Vergleich ist kein pauschaler Beweis und das Modell enthält keinen statistischen Vertrauensbereich.
KII · hochgerechnetes Potenzial
Wie groß wäre die zusätzliche Verringerung bei dauerhaft gleichem Tageswert?
5.400 kg/Jahr
Unter der Annahme eines stabilen Tageswerts wären das 5,4 Tonnen pro Jahr.
Die Zeichen bedeuten: E: zusätzlich vermiedener Abfall in kg/Tag; D: Öffnungstage/Jahr.
Eingesetzt: 30 × 180
Warum wichtig? Hilft bei Jahresplanung, Einkauf und Vergleich mit dem Projektziel.
So wird gemessen: Jahreskalender, wöchentliche Messung und saisonale Vergleichsdaten; Hochrechnung später durch Messung ersetzen.
Grenzen: Die Hochrechnung ist Wirkungspotenzial. Erst ganzjährig beobachtete, angemessen zugerechnete Daten ergeben einen Jahresbefund. Ferien und Saisonalität beachten.
KII · Zielvergleich
Wie weit sind wir vom sachlich begründeten Ziel entfernt?
90 % des Modellziels
Zur Zielgröße fehlen rechnerisch 600 kg/Jahr.
Die Zeichen bedeuten: Ziel: zusätzlich 6.000 kg/Jahr vermeiden; E_Jahr: Modellhochrechnung.
Eingesetzt: 5.400 / 6.000 × 100
Warum wichtig? Macht Nachsteuerung konkret. Zielprüfung fragt zusätzlich, ob 6.000 kg zum Problem und den Möglichkeiten passen.
So wird gemessen: Ziel vorab begründen und versionieren; monatlicher Soll-Ist-Abgleich bei gleicher Systemgrenze.
Grenzen: Ein leicht gesetztes Ziel kann hohe Zielerreichung vortäuschen. Zielbezug ersetzt weder Kausalität noch Schutzprüfung.
KII · modellierte Teilbilanz
Werden Emissionen tatsächlich vermieden oder nur verlagert?
10.000 kg CO₂e/Jahr rechnerisch vermieden
Im Modell verbleiben 10 Tonnen weniger Treibhausgasemissionen nach Abzug zusätzlicher Emissionen, etwa aus Reinigung oder Logistik.
Die Zeichen bedeuten: f: angenommene vermiedene kg CO₂e je kg Lebensmittel; C_zusatz: zusätzliche Emissionen in kg CO₂e/Jahr.
Eingesetzt: 5.400 × 2 - 800
Warum wichtig? Verbindet die Abfallfrage mit SDG 13 und macht Nebenfolgen sichtbar.
So wird gemessen: Lebensmittelmengen und Herkunft, veränderte Bestellungen, passende Lebenszyklusdaten und zusätzliche Energie/Logistik erfassen.
Grenzen: 2 kg CO₂e/kg und 800 kg sind reine Lernannahmen. Echte Faktoren hängen von Lebensmitteln und Bilanzgrenze ab. Weniger Abfall muss Einkauf und Produktion verändern. Kein allgemeiner Klimafaktor.
KII · Schutz und Verteilung
Entsteht der Abfallerfolg auf Kosten der Versorgung?
98 % vorher und nachher
Der betrachtete Versorgungsindikator sinkt im Modell nicht. Auch die verbleibenden 2 % müssen geklärt werden.
Die Zeichen bedeuten: Für die Lernrechnung: 980 von 1.000 anonym erfassten Mahlzeiten erfüllen das vorab definierte Versorgungskriterium; vor und nach der Umstellung.
Eingesetzt: 980 / 1.000 × 100
Warum wichtig? Schützt davor, weniger Abfall durch zu wenig Essen zu erreichen. Zugang, Nährstoffqualität, Allergien und Hygiene brauchen eigene Prüfungen.
So wird gemessen: Anonyme Rückmeldungen plus fachliche Ernährungsprüfung; nach relevanten Gruppen prüfen, keine Bewertung einzelner Kinder.
Grenzen: 98 % sind keine zulässige Unterversorgungsquote. Ein Durchschnitt verdeckt Unterschiede. Eine einfache Rückmeldung allein beweist keine ernährungsphysiologische Angemessenheit.
KII · Verteilungsbefund
Verbirgt ein guter Durchschnitt eine Benachteiligung?
2 Prozentpunkte Abstand
Der Durchschnitt von 98 % enthält einen Unterschied zwischen zwei Gruppen. Ursachen, Unsicherheit und Zugangsbarrieren sind zu prüfen.
Die Zeichen bedeuten: S: gleicher Versorgungsindikator in Prozent; gleich große anonym ausgewertete Gruppen im Lernbeispiel.
Eingesetzt: 99 % - 97 %
Warum wichtig? Eine Gesamtverbesserung reicht nicht, wenn einzelne Gruppen schlechter gestellt werden.
So wird gemessen: Aggregierte, datensparsame Erfassung vor und nach der Maßnahme; Gruppendefinition und ausreichende Fallzahlen fachlich begründen.
Grenzen: Prozentpunkte sind nicht Prozent. Der Abstand allein beweist keine Benachteiligung durch die Maßnahme; Vorwerte und Gruppenzusammensetzung fehlen. Kleine Gruppen nicht identifizierbar veröffentlichen.
Steuerungskennzahl · Kosteneffektivität
Wie viele Ressourcen braucht die Maßnahme für diese Veränderung?
1,48 EUR je kg im ersten Jahr
Undiskontierte Bruttokosten je zusätzlich vermiedenem kg im Modelljahr. Einsparungen werden hier nicht abgezogen.
Die Zeichen bedeuten: I: 6.000 EUR Einrichtung; K: 2.000 EUR zusätzliche Jahreskosten; E_Jahr: 5.400 kg.
Eingesetzt: (6.000 + 2.000) / 5.400
Warum wichtig? Hilft beim Vergleich von Alternativen mit derselben Einheit, Zeitgrenze und Schutzqualität.
So wird gemessen: Rechnungen und zusätzliche Arbeitszeit; Kosten abgrenzen und Doppelerfassung vermeiden.
Grenzen: Kein IOI und kein gesellschaftlicher Gesamtnutzen. Bei null Wirkung nicht berechenbar; bei negativer Wirkung kein sinnvoller Vermeidungspreis. Folgejahre getrennt rechnen.
Diese Größen verdichten bereits geprüfte Befunde. Sie sind keine zusätzlichen Messungen. Wer die Küche verstehen will, beginnt bei Abfall und Versorgung; eine Geldquote oder ein Gesamtprofil kommt bei Bedarf hinzu.
Aggregat · IOI
Stehen die bewerteten direkten Folgen in einem günstigen Verhältnis zum Ressourceneinsatz?
1,83 EUR/EUR als bedingter Modellquotient
1 EUR abgezinste Ressourcen steht 1,83 EUR direktem Nutzen nach den angesetzten Schäden gegenüber. Ressourcen werden im Zähler nicht nochmals abgezogen.
Die Zeichen bedeuten: PV: Barwert, also auf heute umgerechneter Betrag. Im Modell 1 Jahr, r = 5 %; vermiedener Einkauf: 5.400 kg × 3 EUR/kg; weitere monetarisierte Schäden: 1.000 EUR; I = 6.000 EUR heute, K = 2.000 EUR am Jahresende.
Eingesetzt: PV_direkt,netto = (16.200 - 1.000) / 1,05 = 14.476,19 EUR; PV_R = 6.000 + 2.000 / 1,05 = 7.904,76 EUR; Quotient = 14.476,19 / 7.904,76
Warum wichtig? Verknüpft Wirkung und Ressourcen mit sichtbarer Preisbasis. Ein Verhältnis über 1 ist allein noch keine Freigabe.
So wird gemessen: Einkaufsbelege und separate Schadensbewertung, identische Preisbasis; Abgrenzung der Kosten und Nutzen dokumentieren.
Grenzen: 3 EUR/kg und 1.000 EUR Schaden sind Lernannahmen, keine Bewertung realer Lebensmittel oder Gesundheit. Einkauf muss tatsächlich sinken. Klima wird hier nicht zusätzlich monetarisiert. Keine doppelte Gegenfaktik: 5.400 kg sind bereits um den Vergleich bereinigt.
Aggregat · T-SROI v1.1
Ändert sich über die direkte Einsparung hinaus etwas an Regeln oder Handlungsmöglichkeiten?
1,83 : 1 als bedingter Modellquotient
T-SROI entspricht hier dem IOI. Dass andere Küchen später das Verfahren übernehmen könnten, rechtfertigt keinen Aufschlag.
Die Zeichen bedeuten: PV_transformativ: separat belegter, kausal begrenzter und monetarisierter zusätzlicher Nutzenstrom. Allgemein wird jeder Jahresstrom durch (1 + r)^t geteilt.
Eingesetzt: Für zusätzliche Systemfolgen liegt im Lernfall kein Beleg vor: 0 EUR werden angesetzt. (14.476,19 + 0) / 7.904,76
Warum wichtig? Prüft den systemischen Anspruch an eigenen Belegen, statt ihn mit einem frei gewählten Faktor zu belohnen.
So wird gemessen: Eigenen Wirkpfad für Übernahme, Regeln, Infrastruktur oder Lieferverträge und getrennte Begünstigte dokumentieren. Fachlich führend: T-SROI-Rechenstandard v1.1.
Grenzen: Ansatz von 0 bedeutet keinen belegten Zusatznutzen in der Rechnung, nicht bewiesene Wirkungslosigkeit. Für weitere Jahre braucht es eigene Zeitreihen, Gegenfaktik und Prüfung von Doppelzählungen.
Prüfkennzahl · Szenario
Was passiert, wenn der angesetzte Nutzen niedriger ausfällt?
11.390,48 EUR konservativer Netto-Nutzenbarwert
Der beanspruchte Nutzen wird kleiner gerechnet, der Schaden bleibt vollständig enthalten. Die Untergrenze bleibt im Modell positiv.
Die Zeichen bedeuten: B: bereits kausal begrenzter Nutzen 16.200 EUR; u: beispielhafter Abschlag 20 %; S: Schaden 1.000 EUR; r: 5 %.
Eingesetzt: [16.200 × 0,80 - 1.000] / 1,05
Warum wichtig? Zeigt eine Bedingung des Schutz-Gates und macht die Rechnung weniger abhängig vom günstigsten Szenario.
So wird gemessen: Plausible obere und untere Annahmen mit Quellen; Sensitivität und verbleibende Wissenslücken ausweisen.
Grenzen: 20 % sind eine Lernannahme, kein statistisches Konfidenzintervall. Auch Mengen, Kausalannahmen, Preise und Dauer müssen einzeln variiert werden.
Aggregat · WÖk-Netto-Wirkungsindex
Was zeigt ein zusammengefasstes Profil, und was verbirgt es?
+0,67 Profilpunkte vor Schutzprüfung
Ein illustrativer Profilwert. Er ist weder kg, Euro noch die gemessene Gesamtwirkung. Die Skala ist eine zusätzliche, normativ begründungsbedürftige Übersetzung.
Die Zeichen bedeuten: s_i: begründete Profilwerte auf derselben Modellskala von -3 bis +3; w_i: offengelegte Gewichte. Beispiel: Mensch 0, Planet +2, Demokratie 0; alle Gewichte 1/3.
Eingesetzt: (0 + 2 + 0) / 3
Warum wichtig? Kann einen Überblick geben, sofern Einzelbefunde, Skalen, Gewichte und Schutzprüfung sichtbar bleiben.
So wird gemessen: Benchmark und Skalenanker vorab dokumentieren; Rohdaten, Gewichtung, fehlende Werte und Prüfurteil getrennt speichern.
Grenzen: Die gesetzten Scores sind Lernannahmen, nicht aus 5.400 kg ableitbar. Fehlende Daten dürfen nie als 0 eingesetzt werden. Ordinale Skalen werden nicht ohne Begründung wie metrische Daten verrechnet. Kein Nationaler Wohlfahrtsindex.
Prüfregel · Reverse Merit Order
Darf eine gute Zahl eine kritische negative Wirkung überdecken?
Schwächstes Kernfeld: 0; im Gegenbeispiel -1
Ein gutes Planetergebnis hebt einen negativen Menschenbefund nicht auf. Nichtkompensation schützt harte Grenzen; Reverse Merit Order lenkt die Bearbeitung zuerst auf kritische negative Wirkungen.
Die Zeichen bedeuten: FinalScore ist in dieser Demo der schwächste Kernprofilwert. Harte Schutzgrenzen gelten zusätzlich und unabhängig von der Punkteskala.
Eingesetzt: min(0, +2, 0) = 0; bei Mensch -1: min(-1, +2, 0) = -1
Warum wichtig? Verhindert Schönrechnung durch Mittelwerte. Die konkrete Entscheidung bleibt fachlich und gegebenenfalls rechtlich zu begründen.
So wird gemessen: Schutzanforderungen und Zuständigkeit vor Beginn festlegen; schwere Befunde unmittelbar bearbeiten, übrige Evidenz nachvollziehbar prüfen.
Grenzen: Kein amtlicher Standard und keine Personenbewertung. Ein rechnerisch nichtnegatives Profil beweist nicht, dass alle relevanten Folgen geprüft wurden. Bei offener Datenlage bleibt die Freigabe offen.
Keine doppelte Bereinigung: In der Geldrechnung sind die 5.400 kg bereits um die Entwicklung der Vergleichsküche bereinigt. Der vorbereitete Fachrechner setzt deshalb Deadweight und Verdrängung auf 0 und Attribution auf 100 % des bereits bereinigten Stroms. Das sind ausdrücklich Modellannahmen, kein zusätzlicher Kausalnachweis.
4 · Mit dem Ergebnis weiterarbeiten
Weniger essbarer Abfall in der Küche; Umfang und Zurechnung werden gemessen.
Weniger Bestellungen können Produktion und Transport verändern. Das folgt nicht automatisch aus weniger Tellerresten.
Andere Küchen könnten Standards übernehmen; Lieferverträge könnten sich ändern. Ohne eigene Beobachtung und Gegenhypothese bleibt dies Wirkungspotenzial.
Was noch offen bleibt: Vergleichbarkeit und Unsicherheit, Ernährung und Zugang, gruppenspezifische Folgen, veränderte Bestellungen sowie Umwelt- und Systemfolgen müssen in einem echten Pilotprojekt belegt werden. Die Lernzahlen ergeben keine Freigabe für eine reale Schule.
Die WÖk verbindet bestehende Ansätze: SDGs geben den globalen Zielrahmen, SDG+ ergänzt WÖk-eigene Schutz- und Referenzräume. Theory of Change kann den Wirkpfad erklären, Evaluation die Zurechnung untersuchen, Lebenszyklusanalysen Umweltfolgen einordnen und Reporting die Daten bereitstellen. Impact Controlling verbindet die Befunde mit Verantwortung, Optionsvergleich und späterer Nachsteuerung. Die WÖk beansprucht eine systematische Verbindung dieser Aufgaben; eine empirisch bewiesene Überlegenheit folgt daraus nicht.
Bei einer kommunalen Schulküche gelten die jeweils einschlägigen kommunalen Haushalts-, Vergabe- und Fachregeln. Bundes-GGO oder eNAP gelten hier nicht automatisch. Für Bundesregelungsvorhaben bestehen bereits Gesetzesfolgen- und Nachhaltigkeitsprüfung nach GGO, eNAP/eGFA sowie die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie (DNS); bei finanzwirksamen Bundesmaßnahmen ist § 7 BHO mit den VV-BHO zu prüfen. Die WÖk führt Alternativenprüfung oder spätere Erfolgskontrolle nicht erstmals ein.
Bestehende staatliche Prüfarchitektur und objektspezifischer Zusatznutzen
Stand: 6. September 2026. Die Quellen begründen Methoden und Referenzrahmen; sie liefern keine Daten für die erfundene Schulküche.
Der einfache Rechner führt in drei Schritten von der Beobachtung über den Vergleich zur Jahresplanung. Die fachliche Geldrechnung ist eine optionale Vertiefung.
Rechner nutzenDen vollständigen Lernweg als PDF lesen
Für aktuelle Rechnungen ist der T-SROI-Rechenstandard v1.1 maßgeblich. Frühere konzeptionelle Papiere bleiben nachvollziehbar, begründen aber keine abweichende aktuelle Rechenregel.
Führende Rechenfassung · v1.1
Kausal begrenzte und diskontierte Netto-Nutzenrechnung. Profilwerte, Geldströme und Schutzentscheidung bleiben getrennt.
Aktuelles Register · v1.5
621 IDs mit sichtbaren Zuordnungen und Prüfständen. MasterItems und operationalisierte Wirkindikatoren sind unterschiedliche Ebenen.
Register erkundenArbeitspapier
Wie Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Prüfung von Wirkungsfolgen zusammenhängen.
Einordnung lesenMethodenpapier 21
Wie Wirkungsdaten eindeutig, prüfbar, vergleichbar und rückkoppelbar werden
Methodenpapier 22
Wie Wirkungsdaten zu prüfbaren Entscheidungen werden - ohne Kompensation, Scheingenauigkeit oder Personenbewertung
Methodenpapier 23
Kausale, diskontierte Netto-Nutzenrechnung für Transformationsinvestitionen
Tool-Suite
Die Methodenpapiere beschreiben die fachliche Logik. Die Karten führen zu Methodenseiten; sie versprechen keine Interaktion, wenn keine Bedienoberfläche vorhanden ist.
Methode
Wirkungsindikatoren, Quellen, SDG-Bezüge, Datenqualität und Versionen nachvollziehbar ordnen.
Methodik
Aus WÖk-IDs, Benchmarks und Datenqualität eine prüfbare Bewertungsoberfläche ableiten.
Methodik
Positive, negative und neutrale Wirkung ohne freie Kompensation zusammenführen.
Methodik
Positive Netto-Wirkung je investiertem Euro, Budget oder Kapitaleinsatz sichtbar machen.
Methodik
Direkten und separat belegten transformativen Nettonutzen, Schäden und Ressourcen in Euro getrennt abgrenzen und diskontieren; Datenqualität bleibt ein Prüfmerkmal.
Methodik
Rote Linien und schwächste kritische Wirkungsfelder sichtbar machen.
Methodik
Prüfstatus, Datenherkunft, Schätzungen und Revisionsbedarf transparent markieren.
Die Dossiers vertiefen einzelne Begriffe und Anwendungsfragen. Bei abweichender älterer Rechenlogik gilt die oben genannte aktuelle Fachreferenz.
Kennzahl für positive Netto-Wirkung je investiertem Euro, Budget oder Kapitaleinsatz.
Transformational Social Return on Investment als Instrument für Investitionswirkung, Prävention, Transformation und systemische Rendite.
Operative Kennzahl für positive, negative und neutrale Wirkung im WÖk-Rahmen.
Indikatorenarchitektur für SDGs, SDG+, Standards, Datenquellen und Prüfstatus.
Bewertungsraster für Produkte, Organisationen, Projekte, Portfolios und Entscheidungen.
Nicht-Kompensation und rote Linien als Schutz gegen Schönrechnung.
Vergleichsrahmen für Branchen, Produkte, Aktivitäten und Organisationstypen.
Prüfstatus, Quellenklarheit, Versionierung, Datenlücken und externe Sicherung.
Interoperable Dateninfrastruktur für Produkt-, Lieferketten- und Wirkungsinformationen.
Key Impact Indicators als Ergänzung klassischer Leistungskennzahlen.
Modellhafte Rechnungen für Scorecard, WÖk-Netto-Wirkungsindex und T-SROI.
Zusammenhängendes Gesamtdossier lesen
Downloads
Du liest die Onlinefassung. PDF-Dateien und Druckfunktion ergänzen sie als Arbeitsmaterial.
Noch nicht als Download vorhanden: Konzeptpapier PDF, Gesamtdossier PDF. Es wird kein kaputter Downloadlink gesetzt.
Bei öffentlichen Entscheidungen werden DNS, Gesetzesfolgenabschätzung, eNAP und die jeweils anwendbare Haushaltsprüfung einbezogen. Die WÖk führt Folgenprüfung nicht erstmals ein. Ihr Zusatzbefund muss für das konkrete Vorhaben gezeigt werden.
Staatliche Prüfarchitektur und WÖk · Alle Methoden und Werkzeuge
Referenzrahmen
Impact Controlling bewertet Wirkung nicht als automatisch positiv, sondern als tatsächliche Zustandsveränderung. Zielgröße ist positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie.
SDG+ ist keine offizielle UN-Kategorie, sondern eine transparente Erweiterung der Wirkungsökonomie.
Online-Buch
Diese Kapitel bilden die methodische Grundlage für Wirkungsmessung, WÖk-IDs, Scorecards, WÖk-Netto-Wirkungsindex, IOI, T-SROI und Wirkungsdatenräume.
Quellen
Externe Quellen werden als Referenzen geführt. Die wirkungsökonomische Einordnung steht online auf dieser Website.
Impact Controlling bewertet Automatisierung, Qualifizierung, Maschinenleistung und soziale Rückkopplung als Transformationswirkung.