Das Problem der alten Leistungsgleichung
Die Einkommensteuer folgt einer scheinbar plausiblen Logik: Wer mehr verdient, kann mehr beitragen. Diese Logik bleibt wichtig, aber sie ist unvollständig. Sie fragt nach Höhe, nicht nach Richtung. Eine Führungskraft in einer klimaschädlichen Branche und eine Ingenieurin für erneuerbare Infrastruktur können steuerlich ähnlich behandelt werden, obwohl ihre Tätigkeitskontexte völlig unterschiedliche Zustände erzeugen.
Das WEStG - Wirkungseinkommensteuergesetz - ist das Modell, diese Blindheit zu korrigieren. Es koppelt Einkommen an Wirkung, ohne Menschen als Personen zu bewerten.