Warum Einkommen neu gedacht werden muss
Unser heutiges Einkommenssystem behandelt Marktlohn oft wie einen Beweis gesellschaftlicher Leistung. Wer viel verdient, gilt als leistungsstark. Wer wenig verdient, gilt als weniger wertschöpfend. Diese Gleichung war nie ganz richtig. In einer automatisierten, vernetzten und ökologisch begrenzten Gesellschaft wird sie endgültig falsch.
Eine Pflegekraft stabilisiert Leben, Familien und Gesundheitssysteme. Eine Lehrerin schafft Zukunftsfähigkeit. Eine Nachbarschaftsinitiative verhindert Vereinsamung. Eine Reparaturwerkstatt verlängert Produktlebensdauer. Eine Wissenschaftlerin erzeugt Grundlagenwissen, das erst Jahre später wirkt. Viele dieser Tätigkeiten schaffen hohe positive Netto-Wirkung - aber der Markt übersetzt sie nicht zuverlässig in Einkommen.