WÖk-Präzisierungsbegriff
Gleichwertigkeit
Gleichwertigkeit beschreibt die Anerkennung gleicher Würde, Bedeutung und Schutzwürdigkeit aller Menschen.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Feminismus, feministische Ökonomie und Care-Wirkung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Gleichstellung, Gleichberechtigung, Feminismus.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Gleichwertigkeit ist keine Gleichmacherei, sondern die normative Anerkennung gleicher Würde bei unterschiedlichen Lebenslagen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Gleichwertigkeit ist ein normativer Grundzustand der Dimension Mensch und Voraussetzung demokratischer Stabilität.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Gleichwertigkeit“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als WÖk-Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Gleichwertigkeit bedeutet gleiche Lebensentwürfe.
WÖk-Klärung
Gleichwertigkeit schützt Würde und Teilhabe gerade in Unterschiedlichkeit.
Blinder Fleck
Ungleich bewertete Arbeit und Sorge bleiben häufig normalisiert.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Gleichwertigkeit“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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