Methodenbegriff
Interdisziplinarität
Interdisziplinarität ist die Zusammenarbeit verschiedener Fachgebiete an einer gemeinsamen Frage, bei der Wissen und Methoden wirklich zusammengeführt werden.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Wissen, Forschung & Methodik.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Mensch, Planet und Demokratie, Wirkungsarchitektur, Wirkungsbewertung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Interdisziplinarität ersetzt keine Fachkompetenz. Gute Zusammenarbeit legt offen, welche Frage welches Fach beantwortet, wo Begriffe oder Messgrößen nicht zusammenpassen und wie Konflikte zwischen Erkenntnissen bearbeitet werden. Sie ist besonders wichtig bei Problemen, deren Ursachen und Folgen zugleich soziale, ökologische, technische, rechtliche und wirtschaftliche Seiten haben.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk braucht interdisziplinäre Prüfung, weil positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie nicht aus einer einzigen Kennzahl oder Disziplin folgt. Die WÖk behauptet damit keine Allzuständigkeit: Jede Schlussfolgerung muss ihren Fachbezug, ihre Daten und ihre Grenzen zeigen.
Verwendung
Verwendung
Gemeinsame Fragestellung, beteiligte Fachlogiken, Konfliktpunkte und Integrationsmethode benennen. Mehrere Gutachten nebeneinander sind noch keine Interdisziplinarität.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Beliebigkeit
- bloße Arbeitsteilung
- fachfremde Selbstüberschätzung
- Mehrheitsentscheidung ohne Begründung
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Interdisziplinarität“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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