Wirkungsrisiko
Wissenschaftsfeindlichkeit
Wissenschaftsfeindlichkeit ist die pauschale Abwertung, Behinderung oder Verzerrung wissenschaftlicher Verfahren, Freiheit oder Korrektur.
Auf einen Blick
- Einordnung: Wirkungsrisiko im Bereich Wissen, Medien & Demokratie.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Faktencheck, Desinformation, Verschwörungserzählung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Berechtigte Kritik an einer Studie, an Interessenkonflikten, Daten, Methoden oder Schlussfolgerungen ist keine Wissenschaftsfeindlichkeit. Im Gegenteil: Wissenschaft lebt davon, dass Behauptungen offen geprüft, widerlegt und verbessert werden können. Wissenschaftsfeindlich wird es dort, wo nicht die nachvollziehbare Begründung, sondern die pauschale Abwertung von Forschung oder Forschenden an ihre Stelle tritt.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der WÖk ist Wissenschaftsfeindlichkeit ein Wirkungsrisiko für Erkenntnisfähigkeit und demokratische Korrekturfähigkeit. Gegenstand der Analyse sind Schutzbedingungen für Wissenschaft und Öffentlichkeit, nicht die politische oder moralische Bewertung einzelner Personen.
Verwendung
Verwendung
Nur bei konkret beschreibbaren Handlungen oder Strukturen verwenden. Für eine fachliche Kontroverse zuerst Daten, Methode, Gegenargument und Korrekturweg benennen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Methodenkritik
- Replikation
- wissenschaftlicher Dissens
- Kritik an Interessenkonflikten
- Wissenschaftskommunikation
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wissenschaftsfeindlichkeit“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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