Wirtschaftssystem / Gesellschaftsmodell

Kapitalismus

Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, in dem Kapital, Privateigentum, Investition, Gewinn und Kapitalverwertung zentrale Steuerungsgrößen sind.

Wirtschaftssystem / Gesellschaftsmodell

Auf einen Blick

  • Einordnung: Wirtschaftssystem / Gesellschaftsmodell im Bereich Wirtschaftssysteme, Kapitalmythen und Verteilungslogiken.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Kapital, Marktwirtschaft, Kapitalrendite.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Kapitalismus kann Innovation und Wohlstand erzeugen, richtet Systeme aber häufig an Kapitalrendite aus.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Problematisch wird Kapitalismus dort, wo Kapitalrendite wichtiger wird als Mensch, Planet und Demokratie.

Verwendung

Verwendung

Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Kapitalismus“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
  • Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
  • Nicht von Datenqualität trennen: Als Wirtschaftssystem / Gesellschaftsmodell bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.

Mythos und Klärung

Wirkungsökonomische Einordnung

Mythos

Kapitalismus ist dasselbe wie Marktwirtschaft.

WÖk-Klärung

Marktwirtschaft beschreibt dezentrale Koordination; Kapitalismus beschreibt die Dominanz von Kapital als Ziel- und Machtgröße.

Blinder Fleck

Kapitalrendite kann Externalisierung belohnen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Kapitalismus“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Quellen und Einordnung

Kategorie: Wirtschaftssysteme, Kapitalmythen und Verteilungslogiken

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.