Anschlussbegriff / Systemmythos / wirtschaftspolitischer Wirkpfad
Trickle-down-Ökonomie
Trickle-down-Ökonomie bezeichnet die Annahme, dass Entlastungen für Vermögende, Unternehmen oder Kapital langfristig allen zugutekommen sollen.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff / Systemmythos / wirtschaftspolitischer Wirkpfad im Bereich Liberalismus, Libertarismus, Neoklassik und Marktbegriffe.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Kapital, Kapitalwirkung, Kapitalrendite.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Ein Beispiel für ein Wirkungsversprechen ohne ausreichende Wirkungsprüfung. Trickle-down behauptet Wirkung; die WÖk misst Wirkung.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Trickle-down-Ökonomie“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff / Systemmythos / wirtschaftspolitischer Wirkpfad bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
Mythos
Wenn es dem Kapital gut geht, geht es irgendwann allen gut.
WÖk-Klärung
Kapitalzuwachs ist keine positive Netto-Wirkung. Kapital braucht Wirkungsbindung.
Blinder Fleck
Trickle-down verwechselt Kapitalaktivierung mit gesellschaftlicher Wirkung.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Trickle-down-Ökonomie“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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