WÖk-Präzisierungsbegriff

Kohärenz

Kohärenz beschreibt das Erleben, dass Wahrnehmungen, Erwartungen, Erfahrungen und Handlungsoptionen sinnvoll zusammenpassen.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.0

Auf einen Blick

  • Kohärenz beschreibt das Erleben, dass Wahrnehmungen, Erwartungen, Erfahrungen und Handlungsoptionen sinnvoll zusammenpassen.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Kohärenz“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Systemische Kohärenz, Orientierung, Kognitive Dissonanz.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Kohärenz ist mehr als Zustimmung. Sie entsteht, wenn Menschen Zusammenhänge nachvollziehen können und nicht dauerhaft zwischen widersprüchlichen Signalen, Erwartungen und Erfahrungen zerrieben werden.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Kohärenz ist ein psychologischer und gesellschaftlicher Stabilitätszustand. Konstruktive Kommunikation erhöht Kohärenz durch Integration von Komplexität. Destruktive Narrative erzeugen oft nur Schein-Kohärenz durch Vereinfachung.

Verwendung

Verwendung

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Wirkung
  • Wirkungspotenzial
  • Wirkungsnachweis

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Kohärenz“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Kohärenz beschreibt das Erleben, dass Wahrnehmungen, Erwartungen, Erfahrungen und Handlungsoptionen sinnvoll zusammenpassen.

Im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Kohärenz“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Kohärenz“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Systemische Kohärenz · Orientierung · Kognitive Dissonanz · Wirkungsintegration · Vertrauen · Dissonanzreduktion · Sensemaking

Querverweise

Version und Quellen

Kategorie: Psychologische und systemische Wirkmechanismen · Version: 1.0