Hinweisbegriff / Präzisierungsbegriff
Kommunistischer Staat
Kommunistischer Staat ist ein ungenauer Begriff. Historisch gemeint sind meist Staaten mit kommunistischer oder marxistisch-leninistischer Regierung und starker Staats- oder Parteizentralisierung.
Auf einen Blick
- Einordnung: Hinweisbegriff / Präzisierungsbegriff im Bereich Staat, Regierung, Verwaltung und Gesellschaft.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Kommunismus, Staatssozialismus, Einparteienstaat.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Eigentumsform oder Parteibezeichnung ersetzen keine Wirkungsprüfung. Besser ist: kommunistisch regierter Staat, marxistisch-leninistischer Einparteienstaat oder Staatssozialismus.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Kommunistischer Staat“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Hinweisbegriff / Präzisierungsbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mythos und Klärung
Wirkungsökonomische Einordnung
WÖk-Klärung
In der kommunistischen Theorie soll der Staat in einer voll entwickelten klassenlosen Gesellschaft eigentlich absterben. Historisch existierten jedoch stark zentralisierte Staaten mit kommunistischen Parteien.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Kommunistischer Staat“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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