Wirkungsfinanzpolitik
Ökologische Staatsschuld
Ökologische Staatsschuld ist die durch staatliches Handeln, Unterlassen oder Fehlanreize mitverursachte Belastung von Klima, Biodiversität, Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und planetaren Lebensgrundlagen.
Auf einen Blick
- Ökologische Staatsschuld ist die durch staatliches Handeln, Unterlassen oder Fehlanreize mitverursachte Belastung von Klima, Biodiversität, Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und planetaren Lebensgrundlagen.
- Der Begriff gehört zum Bereich Wirkungsfinanzpolitik und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Ökologische Staatsschuld“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Zukunftsschulden, Unterlassungskosten, Verlustschulden.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Ökologische Staatsschuld ist die durch staatliches Handeln, Unterlassen oder Fehlanreize mitverursachte Belastung von Klima, Biodiversität, Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und planetaren Lebensgrundlagen.
In der Wirkungsökonomie wird der Begriff verwendet, um Wirkungen als tatsächliche Zustandsveränderungen sichtbar, bewertbar und rückkopplungsfähig zu machen. Positive Wirkung wird am Referenzrahmen SDGs, Agenda 2030 und SDG+ eingeordnet; als Zielgröße dient positive Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Bei Klimafolgekosten, Biodiversitätsverlust, fossilen Subventionen, Klimaanpassung und Unterlassungskosten verwenden.
Verwendung
Verwendung
Bei Klimafolgekosten, Biodiversitätsverlust, fossilen Subventionen, Klimaanpassung und Unterlassungskosten verwenden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloße Absicht, Imagewirkung oder Outputkennzahl verwenden.
- Nicht mit positiver Netto-Wirkung gleichsetzen; die Bewertung erfolgt erst über Referenzrahmen, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Nicht als Personenbewertung, moralische Rangliste oder Social-Credit-Logik verwenden.
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Ökologische Staatsschuld“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Ökologische Staatsschuld ist die durch staatliches Handeln, Unterlassen oder Fehlanreize mitverursachte Belastung von Klima, Biodiversität, Böden, Wasser, Luft, Ressourcen und planetaren Lebensgrundlagen.
Im Bereich Wirkungsfinanzpolitik hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Ökologische Staatsschuld“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Wirkungsfinanzpolitik hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Ökologische Staatsschuld“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Zukunftsschulden · Unterlassungskosten · Verlustschulden · Wirkung · positive Netto-Wirkung · Mensch, Planet und Demokratie · SDGs · Agenda 2030
Verknüpfungen