Anschlussbegriff

Ordoliberalismus

Ordoliberalismus betont, dass Märkte eine rechtliche, institutionelle und politische Ordnung brauchen. Wettbewerb, Privateigentum und Vertragsfreiheit sind nicht naturwüchsig, sondern müssen gegen Machtkonzentration und Verzerrung geschützt werden.

AnschlussbegriffStand / Version 2.0

Auf einen Blick

  • Ordoliberalismus betont, dass Märkte eine rechtliche, institutionelle und politische Ordnung brauchen. Wettbewerb, Privateigentum und Vertragsfreiheit sind nicht naturwüchsig, sondern müssen gegen Machtkonzentration und Verzerrung geschützt werden.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Glossar-Erweiterung und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Ordoliberalismus“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Soziale Marktwirtschaft, Marktwirtschaft, Wirkungswahrheit.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Ordoliberalismus betont, dass Märkte eine rechtliche, institutionelle und politische Ordnung brauchen. Wettbewerb, Privateigentum und Vertragsfreiheit sind nicht naturwüchsig, sondern müssen gegen Machtkonzentration und Verzerrung geschützt werden.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Die WÖk ist ordnungspolitisch anschlussfähig: Sie setzt nicht auf zentrale Detailsteuerung, sondern auf Rahmenbedingungen, in denen dezentrale Akteure bessere Wirkung erzeugen können. Neu ist, dass Ordnung nicht nur Wettbewerb schützt, sondern auch Wirkung sichtbar und rückgekoppelt macht.

Verwendung

Verwendung

Die WÖk ist ordnungspolitisch anschlussfähig: Sie setzt nicht auf zentrale Detailsteuerung, sondern auf Rahmenbedingungen, in denen dezentrale Akteure bessere Wirkung erzeugen können. Neu ist, dass Ordnung nicht nur Wettbewerb schützt, sondern auch Wirkung sichtbar und rückgekoppelt macht.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Ordoliberalismus ist nicht identisch mit Neoliberalismus im heutigen politischen Schlagwortgebrauch. Die öffentliche Einordnung sollte präzise zwischen Freiburger Ordnungsidee, sozialer Marktwirtschaft und marktideologischer Deregulierung unterscheiden.

Mythos und Klärung

Wirkungsökonomische Einordnung

Mythos

Gute Wettbewerbsordnung löst das Wirkungsproblem.

WÖk-Klärung

Wettbewerb braucht Wirkungswahrheit, sonst konkurrieren auch Externalisierer erfolgreich.

Blinder Fleck

Schutz des Wettbewerbs ersetzt keine Messung von Wirkung.

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Ordoliberalismus“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Ordoliberalismus betont, dass Märkte eine rechtliche, institutionelle und politische Ordnung brauchen. Wettbewerb, Privateigentum und Vertragsfreiheit sind nicht naturwüchsig, sondern müssen gegen Machtkonzentration und Verzerrung geschützt werden.

Im Bereich Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Ordoliberalismus“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Glossar-Erweiterung hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Ordoliberalismus“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Soziale Marktwirtschaft · Marktwirtschaft · Wirkungswahrheit · Walter Eucken · Wirkungsrecht · Rechtsstaatlichkeit · Ordoliberalismus · Wettbewerb als Suchverfahren

Version und Quellen

Kategorie: Glossar-Erweiterung · Version: 2.0