Anschlussbegriff
Wettbewerb als Suchverfahren
Wettbewerb als Suchverfahren beschreibt Märkte als dezentrale Entdeckungsprozesse: Akteure testen Lösungen, Informationen werden sichtbar, bessere Angebote können sich durchsetzen.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Glossar-Erweiterung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Österreichische Schule, Ordoliberalismus, Wirkungsrückkopplung.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die WÖk erhält diesen Suchprozess, verändert aber die Suchrichtung. Wettbewerb soll nicht um die beste Externalisierung, sondern um positive Netto-Wirkung stattfinden. Dafür müssen Preise, Daten, Kapital und Beschaffung Wirkung abbilden.
Verwendung
Verwendung
„Wettbewerb als Suchverfahren“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Glossar-Erweiterung präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wettbewerb ist nicht automatisch gut. Ohne Rahmenordnung kann er Monopole, Ausbeutung, Plattformmacht, Qualitätsverlust oder ökologische Schäden erzeugen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wettbewerb als Suchverfahren“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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