Anschlussbegriff
Selbstreferenz
Selbstreferenz beschreibt, dass ein System sich in seinen Operationen auf sich selbst bezieht.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Systemtheorie, Kybernetik und Konstruktivismus.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Autopoiesis, Wirklichkeitskonstruktion, Beobachtung zweiter Ordnung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Selbstreferenz stabilisiert eigene Unterscheidungen, Routinen und Kriterien. Systeme verarbeiten Umweltreize daher nicht einfach objektiv, sondern aus ihrer eigenen Operationslogik.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Relevant für Medien, Märkte, Politik, Organisationen und digitale Öffentlichkeiten, wenn externe Fakten an internen Logiken abprallen.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Selbstreferenz“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Anschlussbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Selbstreferenz“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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