WÖk-Präzisierungsbegriff

Autopoiesis

Autopoiesis bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, seine eigenen Strukturen und Operationen fortlaufend selbst hervorzubringen und zu stabilisieren.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.0

Auf einen Blick

  • Autopoiesis bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, seine eigenen Strukturen und Operationen fortlaufend selbst hervorzubringen und zu stabilisieren.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „Autopoiesis“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Nichttriviales System, Strukturelle Kopplung, Selbstorganisation.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Autopoiesis ist ein Anschlussbegriff aus Systemtheorie und Konstruktivismus. Er beschreibt, dass soziale, mediale oder institutionelle Systeme Impulse nicht einfach übernehmen, sondern nach eigener Logik verarbeiten.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

In der Wirkungsökonomie hilft Autopoiesis zu verstehen, warum Eingriffe nicht linear wirken und warum Resonanz, Anschlussfähigkeit und Rückkopplung entscheidend sind. Der Begriff wird knapp, funktional und systemtheoretisch verwendet, nicht esoterisch.

Verwendung

Verwendung

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Wirkung
  • Wirkungspotenzial
  • Wirkungsnachweis

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird

Für die Wirkungsökonomie ist „Autopoiesis“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Autopoiesis bezeichnet die Fähigkeit eines Systems, seine eigenen Strukturen und Operationen fortlaufend selbst hervorzubringen und zu stabilisieren.

Im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.

Beispiele

Wo der Begriff praktisch auftaucht

  • In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
  • In einem Werkzeug markiert „Autopoiesis“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
  • In Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „Autopoiesis“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Begriffe, die du mitdenken solltest

Nichttriviales System · Strukturelle Kopplung · Selbstorganisation · Wirklichkeitskonstruktion · Beobachtung zweiter Ordnung · Strukturdeterminiertheit · Selbstreferenz · Humberto Maturana und Francisco Varela

Querverweise

Version und Quellen

Kategorie: Psychologische und systemische Wirkmechanismen · Version: 1.0