Anschlussbegriff
Strukturelle Kopplung
Strukturelle Kopplung beschreibt die wiederholte wechselseitige Beeinflussung zweier Systeme, ohne dass eines das andere vollständig steuert.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Strukturdeterminiertheit, Strukturelles Driften, Autopoiesis.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Strukturell gekoppelte Systeme reagieren aufeinander, behalten aber ihre eigene Logik. Darum erzeugen Märkte, Medien, Politik, Recht, Unternehmen und Öffentlichkeit Folgen nicht isoliert, sondern durch wiederholte Wechselwirkungen.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Märkte und Politik, Medien und Öffentlichkeit, Unternehmen und Konsument:innen, Recht und Wirtschaft oder Plattformen und Nutzer:innen sind strukturell gekoppelt. Wirkung entsteht deshalb nicht isoliert, sondern über wiederholte Wechselwirkungen.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Strukturelle Kopplung“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise