Anschlussbegriff
Strukturelles Driften
Strukturelles Driften beschreibt die schrittweise Veränderung eines Systems durch wiederholte Kopplungen, Rückkopplungen und Anpassungen.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Strukturelle Kopplung, Normalisierung, Prozessdenken.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Systeme verändern sich oft nicht durch einen einzelnen Eingriff, sondern durch wiederholte Wechselwirkungen. Normen, Erwartungen, Marktlogiken, Diskursräume oder institutionelle Routinen können dadurch allmählich in eine neue Richtung driften.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Strukturelles Driften ist ein systemischer Wirkmechanismus. Es erklärt, wie wiederholte Sprache, Preislogik, Plattformdynamik, Produkte, Regeln oder institutionelle Entscheidungen neue Normalitäten erzeugen.
Verwendung
Verwendung
Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Strukturelles Driften“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise