Anschlussbegriff
Rückkopplung
Rückkopplung liegt vor, wenn Ergebnisse, Schäden, Nebenwirkungen oder Verbesserungen wieder auf ein System zurückwirken und spätere Entscheidungen oder Zustände verändern.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Kybernetik, Wirkungsrückkopplung, Folgewirkung.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Stabilisierende, korrektive und regenerative Rückkopplungen können Rückstellfähigkeit erzeugen. Negative Rückkopplung kann in der Systemtheorie stabilisieren und ist nicht mit negativer Wirkung zu verwechseln.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.
Verwendung
Verwendung
In der WÖk ist Rückkopplung der zentrale Mechanismus: Wirkung soll Preise, Steuern, Kapitalzugang, Beschaffung, Haushalte, Führung und politische Korrektur verändern.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Reporting, Monitoring, reine Kontrolle, Sanktion ohne Lernen.
- Nachhaltigkeit als bloßen Zielzustand
- eine additive Acht-Punkte-Formel
Vertiefung
Vertiefte Begriffsstruktur
Systemfrage
Jede Resilienzaussage muss klären: Resilienz wovon, gegenüber welcher Störung, für wen, zur Erhaltung welcher Funktionen und mit welchen Folgen für andere Systeme?
Acht Analysebausteine
Latitude, Resistance, Precariousness und Panarchy beschreiben die Stabilitätslandschaft. Rückstell- und Dämpfungsfähigkeit erklären die dynamische Antwort. Anpassungs- und Transformationsfähigkeit beschreiben Systementwicklung. Diese acht Bausteine sind keine additive Punkteliste und nicht als acht Walker-Punkte zu bezeichnen.
Einordnung
Stabilisierende, korrektive und regenerative Rückkopplungen können Rückstellfähigkeit erzeugen. Negative Rückkopplung kann in der Systemtheorie stabilisieren und ist nicht mit negativer Wirkung zu verwechseln.
Vertiefung
Die vollständige Herleitung mit Kugel-Becken-Modell, Klima-Beispiel und MPD-Zustandsraum steht in der Bibliotheksveröffentlichung Nachhaltigkeit als Systemresilienz.
Querverweise
- kybernetik
- wirkungsrueckkopplung
- folgewirkung
- hebelpunkt
- donella-meadows
- emergenz
- frederic-vester
- komplexitaetsmanagement
- nichttriviale-maschine
- nichttriviales-system
- niklas-luhmann
- planwirtschaft
- prozessdenken
- rekursion
- resilienz
- selbstorganisation
- strukturelles-driften
- systemische-kohaerenz
- triviale-maschine
- wirkungsarchitektur
- wirkungsblindheit
- wirkungslenkung
- wirkungspfad
- wu-wei
- demokratische-rueckkopplung
- wirkungshaushalt
- nachhaltigkeit
- systemresilienz
- wirkungsresilienz
- resilienzarchitektur
- resilienzmanagement
- nachhaltigkeitsmanagement
- stabilitaet
- robustheit
- kipppunkt
- attraktor
- stabilitaetslandschaft
- latitude
- resistance
- precariousness
- panarchy
- rueckstellfaehigkeit
- daempfungsfaehigkeit
- anpassungsfaehigkeit
- transformationsfaehigkeit
- positive-netto-wirkung
- sdgs
- sdg-plus
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise