WÖk-Präzisierungsbegriff
Wirkungsresilienz
Wirkungsresilienz bezeichnet in der Wirkungsökonomie die lernfähige und normativ an Mensch, Planet und Demokratie gebundene Resilienz des gekoppelten Systems.
Auf einen Blick
- Einordnung: WÖk-Präzisierungsbegriff im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Wirkungsintegration, Vulnerabilität, Anpassungskapazität.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Wirkungsresilienz erkennt negative Wirkungen und Störungen früh, schützt oder stellt Funktionen wieder her, baut Puffer und Regeneration auf, lernt aus Rückkopplungen, passt sich an und transformiert untragbare Strukturen - ohne Schäden räumlich, sozial oder zeitlich zu externalisieren.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Resilienz normativ an Mensch, Planet und Demokratie binden.
Verwendung
Verwendung
Die WÖk unterscheidet Robustheit, Anpassungsfähigkeit, Lernfähigkeit und Transformationsfähigkeit. Wirkungsresilienz endet nicht bei Stabilität, sondern fragt, welche Wirkung durch Stabilität gesichert wird. Sie stabilisiert nicht das Falsche, sondern schützt positive Netto-Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Robustheit
- Business Continuity ohne Systemgrenze
- Krisenkommunikation
- Regimeresilienz
- Stabilisierung negativer Geschäftsmodelle
- Nachhaltigkeit als bloßen Zielzustand
- eine additive Acht-Punkte-Formel
Vertiefung
Vertiefte Begriffsstruktur
Systemfrage
Jede Resilienzaussage muss klären: Resilienz wovon, gegenüber welcher Störung, für wen, zur Erhaltung welcher Funktionen und mit welchen Folgen für andere Systeme?
Acht Analysebausteine
Latitude, Resistance, Precariousness und Panarchy beschreiben die Stabilitätslandschaft. Rückstell- und Dämpfungsfähigkeit erklären die dynamische Antwort. Anpassungs- und Transformationsfähigkeit beschreiben Systementwicklung. Diese acht Bausteine sind keine additive Punkteliste und nicht als acht Walker-Punkte zu bezeichnen.
Einordnung
Wirkungsresilienz erkennt negative Wirkungen und Störungen früh, schützt oder stellt Funktionen wieder her, baut Puffer und Regeneration auf, lernt aus Rückkopplungen, passt sich an und transformiert untragbare Strukturen - ohne Schäden räumlich, sozial oder zeitlich zu externalisieren.
Vertiefung
Die vollständige Herleitung mit Kugel-Becken-Modell, Klima-Beispiel und MPD-Zustandsraum steht in der Bibliotheksveröffentlichung Nachhaltigkeit als Systemresilienz.
Querverweise
- wirkungsintegration
- vulnerabilitaet
- anpassungskapazitaet
- varietaet
- wirkungsarchitektur
- sechster-kondratieff
- entropie
- erlernte-hilflosigkeit
- gesellschaftliche-stabilitaet
- handlungsdruck
- handlungsfaehigkeit
- hitzeschutz-hitzeaktionsplan
- hitzestress
- hochwasserrisiko
- kipppunkt-systemschwelle
- klimaanpassung
- kritische-energieinfrastruktur
- nachhaltigkeit
- regeneration
- resilienz
- schwarzstartfaehigkeit
- stressreaktion
- systemischer-wert
- versorgungssicherheit
- viabilitaet
- zukunftsfaehigkeit
- financial-materiality
- impact-management
- impact-controlling
- systemresilienz
- wirkungsresilienz
- wirkungsrueckkopplung
- positive-netto-wirkung
- sdgs
- sdg-plus
- supply-chain-resilienz
- globale-resilienz
- resilienzarchitektur
- resilienzmanagement
- nachhaltigkeitsmanagement
- stabilitaet
- robustheit
- rueckkopplung
- kipppunkt
- attraktor
- stabilitaetslandschaft
- latitude
- resistance
- precariousness
- panarchy
- rueckstellfaehigkeit
- daempfungsfaehigkeit
- anpassungsfaehigkeit
- transformationsfaehigkeit
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
Querverweise