Operative Netto-Wirkungskennzahl

WÖk-Netto-Wirkungsindex

Der WÖk-Netto-Wirkungsindex verdichtet geprüfte operative Wirkungen innerhalb einer offengelegten Bewertungs- und Schutzlogik.

Operative Netto-Wirkungskennzahl

Auf einen Blick

  • Einordnung: Operative Netto-Wirkungskennzahl im Bereich Messbegriff.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Nationaler Wohlfahrtsindex (NWI), Netto-Wirkung, FinalScore.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Der WÖk-Netto-Wirkungsindex ist eine WÖk-eigene Kennzahl für die operative Gesamtwirkung eines klar abgegrenzten Objekts oder Vorhabens. Er stellt geprüfte positive und negative Wirkungen gegenüber und bleibt an Systemgrenze, Zeitraum, Zurechnung, Datenqualität, Unsicherheit, Wirkungsgrenzen und Nichtkompensation gebunden. Die frühere Kurzbezeichnung NWI wird öffentlich nicht mehr verwendet, weil NWI in Deutschland etabliert für den Nationalen Wohlfahrtsindex steht.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Das WÖk-Modell macht ein Wirkungsprofil auf einer dokumentierten Skala steuerungsfähig, ersetzt aber weder Schutzentscheidungen noch Evidenz. Es ist vom Nationalen Wohlfahrtsindex (NWI) und vom monetären T-SROI zu unterscheiden.

Verwendung

Verwendung

Öffentlich WÖk-Netto-Wirkungsindex ausschreiben. NWI ohne Qualifikation ausschließlich für den Nationalen Wohlfahrtsindex verwenden.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Nationaler Wohlfahrtsindex (NWI)
  • T-SROI
  • FinalScore
  • SROI

Rechenlogik

Grundformel des WÖk-Netto-Wirkungsindex

WÖk-Netto-Wirkungsindex = Summe gewichteter positiver Wirkungen − Summe gewichteter negativer Wirkungen; positive Ausweisung nur bei G = 1

Die Summen beziehen sich nur auf Wirkungen innerhalb der offengelegten Systemgrenze, des Zeitraums und der Bewertungslogik. Gewichte machen Relevanz, Verteilung und Zeitbezug nachvollziehbar. Datenqualität und Unsicherheit sind Prüfmerkmale; sie multiplizieren weder positive noch negative Wirkungen.

  • Positive und negative Wirkungen müssen auf derselben dokumentierten Skala bewertet werden.
  • Gewichte, Zurechnung, Systemgrenze und Unsicherheit sind offen zu legen.
  • G ist das Schutz-Gate: Bei G = 0 darf kein positiver WÖk-Netto-Wirkungsindex ausgewiesen werden.

Die Formel ist eine Grundstruktur, keine Lizenz zum Wegrechnen: Wirkungsgrenzen, Nichtkompensation und Reverse Merit Order begrenzen den Index.

Lernpfad zu WÖk-Netto-Wirkungsindex

Warum wichtig?

Was macht der Begriff sichtbar?

Er verdichtet Wirkungsdimensionen zu Orientierung, ohne Detailprüfung zu ersetzen.

Abgrenzung

Was es nicht bedeutet

Der WÖk-Netto-Wirkungsindex ist kein ESG-Rating und keine amtliche Zertifizierung.

Beispiel

So wird es konkret

Ein Projekt kann einen WÖk-Netto-Wirkungsindex als Übersicht erhalten, während kritische Einzelfelder separat sichtbar bleiben.

Missverständnisse

Worauf achten?

  • Ein Index ist keine Wahrheitstabelle.
  • Datenqualität bleibt entscheidend.

Mess- und Steuerungsbezug

Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird

Prüfbar wird „WÖk-Netto-Wirkungsindex“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.

Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.

Querverweise

Quellen und Einordnung

Kategorie: Messbegriff

Quellenstatus: Die Quellenverweise führen auf Detailseiten des Quellenarchivs; WÖk-Primärquellen dokumentieren Modellbegriffe und ersetzen keine externe Evidenz für empirische oder rechtliche Aussagen.