Anschlussbegriff
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit ist die langfristig gesicherte Wirkungsresilienz des gekoppelten Systems Mensch-Planet-Demokratie.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an positive Netto-Wirkung, Wirkungsrückkopplung, Wirkungsresilienz.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Nachhaltigkeit bezeichnet die dauerhaft gesicherte Fähigkeit des gekoppelten Systems Mensch-Planet-Demokratie, innerhalb tragfähiger und nicht beliebig kompensierbarer Grenzen funktions-, regenerations-, lern- und transformationsfähig zu bleiben. Das System kann Störungen aufnehmen, lebensnotwendige und demokratische Grundfunktionen durch stabilisierende, korrektive und regenerative Rückkopplungen erhalten oder wiederherstellen, ausreichend Abstand zu kritischen Schwellen bewahren, Einflüsse anderer Ebenen verarbeiten und schädliche Attraktoren verlassen - ohne Belastungen räumlich, sozial, ökologisch oder zeitlich zu externalisieren.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Nachhaltigkeit als langfristige Wirkungsresilienz des gekoppelten Systems Mensch–Planet–Demokratie beschreiben.
Verwendung
Verwendung
Anschlussbegriff, nicht Kernlogik. Zielgröße bleibt positive Netto-Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- ESG- oder Nachhaltigkeitsbericht
- bloßem Unternehmensrisikomanagement
- Regimeresilienz
- grünem Image
- Nachhaltigkeit als bloßen Zielzustand
- eine additive Acht-Punkte-Formel
Vertiefung
Vertiefte Begriffsstruktur
Systemfrage
Jede Resilienzaussage muss klären: Resilienz wovon, gegenüber welcher Störung, für wen, zur Erhaltung welcher Funktionen und mit welchen Folgen für andere Systeme?
Acht Analysebausteine
Latitude, Resistance, Precariousness und Panarchy beschreiben die Stabilitätslandschaft. Rückstell- und Dämpfungsfähigkeit erklären die dynamische Antwort. Anpassungs- und Transformationsfähigkeit beschreiben Systementwicklung. Diese acht Bausteine sind keine additive Punkteliste und nicht als acht Walker-Punkte zu bezeichnen.
Einordnung
Nachhaltigkeit bezeichnet die dauerhaft gesicherte Fähigkeit des gekoppelten Systems Mensch-Planet-Demokratie, innerhalb tragfähiger und nicht beliebig kompensierbarer Grenzen funktions-, regenerations-, lern- und transformationsfähig zu bleiben. Das System kann Störungen aufnehmen, lebensnotwendige und demokratische Grundfunktionen durch stabilisierende, korrektive und regenerative Rückkopplungen erhalten oder wiederherstellen, ausreichend Abstand zu kritischen Schwellen bewahren, Einflüsse anderer Ebenen verarbeiten und schädliche Attraktoren verlassen - ohne Belastungen räumlich, sozial, ökologisch oder zeitlich zu externalisieren.
Vertiefung
Die vollständige Herleitung mit Kugel-Becken-Modell, Klima-Beispiel und MPD-Zustandsraum steht in der Bibliotheksveröffentlichung Nachhaltigkeit als Systemresilienz.
Fachveröffentlichung „Nachhaltigkeit als Systemresilienz“ lesen
Querverweise
- positive-netto-wirkung
- wirkungsrueckkopplung
- wirkungsresilienz
- esg
- csrd
- eu-taxonomie
- stranded-assets
- sechster-kondratieff
- nachhaltigkeit
- resilienz
- systemresilienz
- sdgs
- sdg-plus
- supply-chain-resilienz
- globale-resilienz
- resilienzarchitektur
- resilienzmanagement
- nachhaltigkeitsmanagement
- stabilitaet
- robustheit
- rueckkopplung
- kipppunkt
- attraktor
- stabilitaetslandschaft
- latitude
- resistance
- precariousness
- panarchy
- rueckstellfaehigkeit
- daempfungsfaehigkeit
- anpassungsfaehigkeit
- transformationsfaehigkeit
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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