Anschlussbegriff

Systemresilienz

Systemresilienz bezeichnet die Fähigkeit eines klar abgegrenzten Systems, Störungen zu verarbeiten, wesentliche Funktionen unter Belastung zu erhalten, wiederherzustellen oder angepasst fortzuführen und seine Anpassungs-, Lern- und Transformationsfähigkeit zu bewahren.

AnschlussbegriffStand / Version 1.3

Auf einen Blick

  • Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz.
  • Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
  • Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
  • Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Resilienz, Wirkungsresilienz, SDGs.

Definition

Was der Begriff zusätzlich aussagt

Systemresilienz beschreibt dynamisches Verhalten unter Belastung. Ohne Systemgrenze, Störung, Betroffene und Funktionen bleibt der Begriff unvollständig. Systemarchitektur beschreibt dagegen die Bauweise aus Regeln, Daten, Institutionen, Grenzen, Puffern und Rückkopplungen.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

Nutzen, wenn SDGs, SDG+, Risikomanagement und Resilienz als vernetzter Wirkungsrahmen erklärt werden.

Verwendung

Verwendung

Als systemischen WÖk-Begriff verwenden; nicht als amtliche UN-Kategorie und nicht als deterministische Prognose.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • Systemarchitektur
  • bloßem Unternehmensrisikomanagement
  • Regimeresilienz
  • Nachhaltigkeitsmarketing
  • Nachhaltigkeit als bloßen Zielzustand
  • eine additive Acht-Punkte-Formel

Vertiefung

Vertiefte Begriffsstruktur

Systemfrage

Jede Resilienzaussage muss klären: Resilienz wovon, gegenüber welcher Störung, für wen, zur Erhaltung welcher Funktionen und mit welchen Folgen für andere Systeme?

Acht Analysebausteine

Latitude, Resistance, Precariousness und Panarchy beschreiben die Stabilitätslandschaft. Rückstell- und Dämpfungsfähigkeit erklären die dynamische Antwort. Anpassungs- und Transformationsfähigkeit beschreiben Systementwicklung. Diese acht Bausteine sind keine additive Punkteliste und nicht als acht Walker-Punkte zu bezeichnen.

Einordnung

Systemresilienz beschreibt dynamisches Verhalten unter Belastung. Ohne Systemgrenze, Störung, Betroffene und Funktionen bleibt der Begriff unvollständig. Systemarchitektur beschreibt dagegen die Bauweise aus Regeln, Daten, Institutionen, Grenzen, Puffern und Rückkopplungen.

Vertiefung

Die vollständige Herleitung mit Kugel-Becken-Modell, Klima-Beispiel und MPD-Zustandsraum steht in der Bibliotheksveröffentlichung Nachhaltigkeit als Systemresilienz.

Querverweise

Querverweise

Version und Quellen

Kategorie: Systeme, Steuerung und Resilienz · Version: 1.3