WÖk-Präzisierungsbegriff
Systemresilienz
Systemresilienz beschreibt die Fähigkeit eines sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen oder demokratischen Systems, zentrale Funktionen auch unter Schocks, Fehlanreizen und Krisen zu erhalten.
Auf einen Blick
- Systemresilienz beschreibt die Fähigkeit eines sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen oder demokratischen Systems, zentrale Funktionen auch unter Schocks, Fehlanreizen und Krisen zu erhalten.
- Der Begriff gehört zum Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Systemresilienz“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Resilienz, Wirkungsresilienz, SDGs.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Systemresilienz bezeichnet in der Wirkungsökonomie nicht nur Widerstandsfähigkeit gegen einzelne Störungen, sondern die Fähigkeit eines Systems, Risiken zu erkennen, Schäden zu begrenzen, sich anzupassen, zu lernen und zentrale Funktionen für Mensch, Planet und Demokratie zu erhalten. Nachhaltigkeit wird damit als Ergebnis gelingender Systemstabilisierung verstanden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Der Begriff hilft, Nachhaltigkeit nicht als Zusatzprogramm, sondern als Steuerungsfrage von Risiken, Rückkopplungen und positiver Netto-Wirkung für Mensch, Planet und Demokratie zu lesen.
Verwendung
Verwendung
Als systemischen WÖk-Begriff verwenden; nicht als amtliche UN-Kategorie und nicht als deterministische Prognose.
Abgrenzung
Abgrenzung
- klassischem Nachhaltigkeitsmarketing
- rein unternehmerischem Risikomanagement
- amtlicher SDG-Terminologie der Vereinten Nationen
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Systemresilienz“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Systemresilienz beschreibt die Fähigkeit eines sozialen, ökologischen, wirtschaftlichen oder demokratischen Systems, zentrale Funktionen auch unter Schocks, Fehlanreizen und Krisen zu erhalten.
Im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Systemresilienz“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Systeme, Steuerung und Resilienz hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Systemresilienz“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Resilienz · Wirkungsresilienz · SDGs · SDG+ · Rückkopplung · positive Netto-Wirkung · Demokratische Resilienz
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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