Anschlussbegriff
Panarchy
Panarchy bezeichnet den Einfluss von Dynamiken anderer räumlicher, zeitlicher oder institutioneller Ebenen auf den betrachteten Systemzustand und seine Stabilitätslandschaft.
Auf einen Blick
- Einordnung: Anschlussbegriff im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Nachhaltigkeit, Resilienz, Systemresilienz.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Panarchy meint nicht beliebige äußere Faktoren, sondern skalenübergreifende Veränderungen von Mulden, Barrieren, Schwellen und Trajektorien. Lokale Teilsystemresilienz kann durch globale Dynamiken geschwächt oder gestärkt werden.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
In der Wirkungsökonomie hilft „Panarchy“, die passende Wirkungsfrage im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz zu stellen: Welche Zustände verändern sich, für wen, innerhalb welcher Bilanzgrenze und mit welchen Nebenfolgen?
Der Begriff allein belegt keine positive Wirkung. Seine Bedeutung wird erst durch Daten, Kontext, Vergleichsmaßstab und Rückkopplung in Entscheidungen belastbar.
Verwendung
Verwendung
„Panarchy“ wird verwendet, um Aussagen, Daten, Werkzeuge oder Entscheidungen im Bereich Systeme, Steuerung und Resilienz präzise zuzuordnen.
Als Anschlussbegriff macht der Begriff sichtbar, welche Frage geprüft werden muss; er ersetzt weder Belege noch eine Bewertung der tatsächlichen Wirkung.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nachhaltigkeit als bloßen Zielzustand
- eine additive Acht-Punkte-Formel
Vertiefung
Vertiefte Begriffsstruktur
Systemfrage
Jede Resilienzaussage muss klären: Resilienz wovon, gegenüber welcher Störung, für wen, zur Erhaltung welcher Funktionen und mit welchen Folgen für andere Systeme?
Acht Analysebausteine
Latitude, Resistance, Precariousness und Panarchy beschreiben die Stabilitätslandschaft. Rückstell- und Dämpfungsfähigkeit erklären die dynamische Antwort. Anpassungs- und Transformationsfähigkeit beschreiben Systementwicklung. Diese acht Bausteine sind keine additive Punkteliste und nicht als acht Walker-Punkte zu bezeichnen.
Einordnung
Panarchy meint nicht beliebige äußere Faktoren, sondern skalenübergreifende Veränderungen von Mulden, Barrieren, Schwellen und Trajektorien. Lokale Teilsystemresilienz kann durch globale Dynamiken geschwächt oder gestärkt werden.
Vertiefung
Die vollständige Herleitung mit Kugel-Becken-Modell, Klima-Beispiel und MPD-Zustandsraum steht in der Bibliotheksveröffentlichung Nachhaltigkeit als Systemresilienz.
Querverweise
- nachhaltigkeit
- resilienz
- systemresilienz
- wirkungsresilienz
- resilienzarchitektur
- resilienzmanagement
- nachhaltigkeitsmanagement
- stabilitaet
- robustheit
- rueckkopplung
- kipppunkt
- attraktor
- stabilitaetslandschaft
- latitude
- resistance
- precariousness
- rueckstellfaehigkeit
- daempfungsfaehigkeit
- anpassungsfaehigkeit
- transformationsfaehigkeit
- positive-netto-wirkung
- sdgs
- sdg-plus
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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