WÖk-Präzisierungsbegriff

WÖk-ID

Eine WÖk-ID ist eine eindeutige Kennung für einen Wirkungsindikator, mit der Wirkung systematisch, maschinenlesbar und standardübergreifend messbar gemacht wird.

WÖk-PräzisierungsbegriffStand / Version 1.1

Auf einen Blick

  • Eine WÖk-ID identifiziert einen Wirkungsindikator eindeutig. Sie ist kein Score, sondern der Code für das, was gemessen und bewertet wird.
  • Der Begriff gehört zum Bereich Messung, Daten & Standards und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
  • Wirkungsökonomisch fragt „WÖk-ID“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
  • Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Scorecard, Benchmark, Wirkungsdatenraum.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Die WÖk-ID ist die eindeutige Identifikationsnummer eines Wirkungsindikators innerhalb der Wirkungsökonomie. Sie dient dazu, relevante Wirkungsdaten strukturiert zu erfassen, zuzuordnen, zu prüfen, zu vergleichen und in Scorecards zu verwenden.

Wirkungsökonomie

Einordnung in der Wirkungsökonomie

WÖk-IDs sind die technische Sprache der Wirkungsökonomie und ermöglichen Vergleichbarkeit, Mapping, Prüf- und Steuerlogik sowie Greenwashing-Schutz.

Verwendung

Verwendung

Eine WÖk-ID ist kein moralisches Urteil und kein Score. Bewertung entsteht erst durch Messwert, Datenquelle, Benchmark, Kontext, Datenqualität und Scorecard-Logik.

Abgrenzung

Abgrenzung

  • NACE
  • Produkt-ID
  • Score ist Bewertungsergebnis; WÖk-ID ist Indikatorcode.
  • Produkt-ID identifiziert Produkt; WÖk-ID identifiziert Wirkungsindikator.
  • SDG ist Ziel; WÖk-ID operationalisiert einen messbaren Aspekt.
  • ESRS-Datenpunkt kann Quelle oder Mappingpartner sein.
  • NACE klassifiziert wirtschaftliche Aktivität; WÖk-IDs messen relevante Wirkung.
  • KPI kann beliebig sein; WÖk-ID ist wirkungsökonomisch normiert.

Lernpfad zu WÖk-ID

Warum wichtig?

Was macht der Begriff sichtbar?

Sie macht Indikatoren nachvollziehbar, versioniert und prüfbar.

Abgrenzung

Was es nicht bedeutet

Eine WÖk-ID ist keine Personen-ID und kein Trackinginstrument.

Beispiel

So wird es konkret

Ein Wasserindikator braucht Einheit, Quelle, Zeitraum, Schwelle und Bewertungslogik.

Missverständnisse

Worauf achten?

  • Die ID bewertet nicht selbst.
  • Sie macht die Datenbasis prüfbar.

Passende Tools

Passende Wirkungsfelder

Vertiefung

Vertiefte Begriffsstruktur

Kurzdefinition / Hover

Eine WÖk-ID ist eine eindeutige Kennung für einen Wirkungsindikator, mit der Wirkung systematisch, maschinenlesbar und standardübergreifend messbar gemacht wird.

Auf einen Blick

  • Ordnet Wirkungsindikatoren eindeutig zu.
  • Verbindet SDGs, SDG+, NACE, ESRS, GRI, EU-Taxonomie und WÖk-Scorecards.
  • Macht Wirkung maschinenlesbar, auditierbar und vergleichbar.
  • Ist kein Score, sondern ein Indikatorcode.
  • Grundlage für Produktscorecards, Unternehmensscorecards, Wirkungsregister und Wirkungssteuer.
  • Ohne WÖk-IDs bleibt Wirkung schwer aggregierbar und schwer automatisierbar.

Hauptdefinition

Die WÖk-ID ist die eindeutige Identifikationsnummer eines Wirkungsindikators innerhalb der Wirkungsökonomie. Sie beschreibt nicht selbst, ob ein Produkt oder eine Tätigkeit gut oder schlecht wirkt. Sie benennt, welcher Wirkungsaspekt gemessen wird. Erst durch Messwert, Benchmark, Kontext, Datenqualität und Bewertungslogik entsteht daraus ein Score.

Wirkungsökonomische Relevanz

WÖk-IDs verhindern, dass Wirkung nur als vage Erzählung, moralischer Anspruch oder Marketingaussage verwendet wird. Sie ermöglichen eindeutige Indikatorzuordnung, Vergleichbarkeit über Branchen und Produkte, Mapping auf SDGs und SDG+, Anschluss an CSRD, ESRS, GRI, EU-Taxonomie und NACE, Scorecards, Register, Produktpässe und automatisierte Steuerlogik.

Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung

Die WÖk-ID schafft eine konsistente Indikatorenarchitektur. Sie ist ein technischer Ordnungsanker, kein Urteil. Bewertung entsteht erst im Zusammenspiel mit Messwert, Datenquelle, Benchmark, Branche, Region, Technologie, Systemgrenze, Archetyp, Datenqualitätsklasse, Scorecard-Logik und Reverse Merit Order.

Abgrenzung: Nicht verwechseln mit

  • Score
  • Produkt-ID
  • SDG
  • ESRS-Datenpunkt
  • NACE-Code
  • KPI

Beispiele

  • Produkt-CO2 entlang eines definierten Lebenszyklusabschnitts.
  • Wasserstress in Relation zu regionaler Knappheit.
  • Reparierbarkeit und Ersatzteilverfügbarkeit.
  • Living Wage in relevanten Lieferstufen.
  • Chemikaliensicherheit und Exposition.

Mess- und Steuerungsbezug

Empfohlene Datenfelder sind wok_id, title, short_description, dimension, sdg_reference, sdgplus_reference, target_reference, indicator_family, nace_relevance, esrs_mapping, gri_mapping, taxonomy_mapping, data_type, unit, polarity, archetype, benchmark_source, data_quality_requirements, verification_requirements, lifecycle_relevance, scorecard_fields, red_flag_possible, valid_from, version und governance_owner. Typische Felder sind E, S, G, P, SC, SYS, POL, RE und D.

Querverweise im Glossar

Redaktionelle Metadaten

  • Cluster: Produktwirkung & Bewertungsarchitektur
  • Version: 1.1
  • Sprache: de
  • Primäre Begriffseite: ja

Querverweise

Methoden & Werkzeuge

Wirkungsfelder

Version und Quellen

Kategorie: Messung, Daten & Standards · Version: 1.1