Methodenbegriff
THG-Emissions-Scopes
THG-Emissions-Scopes unterscheiden Emissionen danach, ob sie direkt entstehen, aus eingekaufter Energie stammen oder entlang der Wertschöpfungskette auftreten.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Klima, Lebenszyklus und ökologische Wirkung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an Scope 1, Scope 2, Scope 3.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Die Emissions-Scopes des GHG Protocols strukturieren betriebliche Treibhausgasemissionen in Scope 1, Scope 2 und Scope 3: direkte Emissionen aus eigenen oder kontrollierten Quellen, indirekte Emissionen aus eingekaufter Energie und weitere indirekte Emissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die Scopes sind zentrale Anschlussbegriffe für Wirkungsdaten, Klimabilanzierung, Produktwirkung, Lieferkettenwirkung, Wirkungskapital und Produktwirkungssteuer.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „THG-Emissions-Scopes“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Methodenbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „THG-Emissions-Scopes“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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