Methodenbegriff
Scope 3
Scope 3 umfasst weitere indirekte Treibhausgasemissionen entlang der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette eines Unternehmens.
Auf einen Blick
- Einordnung: Methodenbegriff im Bereich Klima, Lebenszyklus und ökologische Wirkung.
- Wofür der Begriff gebraucht wird: Er hilft, die passende Frage zu Zuständen, Ursachen, Folgen und Grenzen zu stellen.
- Wirkungsökonomisch zählen Datenqualität, Bilanzgrenze, Zeitbezug, Nebenfolgen und Rückkopplung in Entscheidungen.
- Der Begriff ist keine fertige Bewertung und darf nicht isoliert gelesen werden. Er ist besonders anschlussfähig an GHG Protocol, Lieferkettendaten, PCF / Product Carbon Footprint.
Definition
Was der Begriff zusätzlich aussagt
Scope-3-Emissionen entstehen durch Aktivitäten, die mit dem Unternehmen verbunden sind, aber nicht direkt von ihm kontrolliert werden und nicht unter Scope 2 fallen: eingekaufte Waren, Kapitalgüter, Transporte, Geschäftsreisen, Pendeln, Abfall, Nutzung verkaufter Produkte, Weiterverarbeitung, End-of-Life, Investitionen, Franchise- oder Leasingaktivitäten.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Scope 3 ist besonders wichtig, weil viele ökologische und soziale Wirkungen in Lieferketten, Produktnutzung und Entsorgung entstehen. Ohne Scope 3 bleibt Klimawirkung oft dort unsichtbar, wo sie tatsächlich entsteht.
Verwendung
Verwendung
Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus und eingetretene Wirkung sauber unterscheiden.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Nicht als bloßes Schlagwort verwenden: „Scope 3“ braucht Kontext, Bilanzgrenze und Prüffrage.
- Nicht mit einer fertigen Bewertung verwechseln: Der Begriff ordnet ein, er entscheidet nicht automatisch.
- Nicht von Datenqualität trennen: Als Methodenbegriff bleibt er nur belastbar, wenn Quelle, Bedeutung und Grenze sichtbar sind.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Scope 3“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
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