WÖk-Präzisierungsbegriff
Wirklichkeitskonstruktion
Wirklichkeitskonstruktion beschreibt, dass Menschen und soziale Systeme Realität nicht ungefiltert aufnehmen, sondern über Deutungsrahmen, Sprache, Erfahrung, Kultur und Erwartungen verarbeiten.
Auf einen Blick
- Wirklichkeitskonstruktion beschreibt, dass Menschen und soziale Systeme Realität nicht ungefiltert aufnehmen, sondern über Deutungsrahmen, Sprache, Erfahrung, Kultur und Erwartungen verarbeiten.
- Der Begriff gehört zum Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen und dient der präzisen Wirkungsprüfung.
- Wirkungsökonomisch fragt „Wirklichkeitskonstruktion“ nach Zustandsveränderung, Bilanzgrenze, Datenqualität und Rückkopplung.
- Er darf nicht als isoliertes Etikett genutzt werden, sondern braucht Bezug zu Mensch, Planet und Demokratie. Er ist besonders anschlussfähig an Frame / Framing, Resonanzraum, Anschlussfähigkeit.
Definition
Was bedeutet der Begriff?
Wirklichkeitskonstruktion bedeutet nicht, dass alles beliebig oder nur subjektiv ist. Tatsächliche Zustandsveränderungen bleiben real. Aber die Aufnahme, Deutung und Verarbeitung von Wirkung hängt von Resonanzräumen, Frames und Anschlussfähigkeit ab.
Wirkungsökonomie
Einordnung in der Wirkungsökonomie
Die Wirkungsökonomie nutzt den Begriff, um Verarbeitung und Resonanz zu erklären, ohne reale Wirkung zu relativieren. Wirkung bleibt tatsächliche Zustandsveränderung; Konstruktion beschreibt die Aufnahme und Deutung dieser Zustandsveränderung.
Verwendung
Verwendung
Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.
Abgrenzung
Abgrenzung
- Wirkung
- Wirkungspotenzial
- Wirkungsnachweis
Wirkungsökonomische Sicht & Einordnung
Wie der Begriff in der WÖk gelesen wird
Für die Wirkungsökonomie ist „Wirklichkeitskonstruktion“ wichtig, weil der Begriff entscheidet, welche Wirkungsfrage überhaupt sichtbar wird. Wirklichkeitskonstruktion beschreibt, dass Menschen und soziale Systeme Realität nicht ungefiltert aufnehmen, sondern über Deutungsrahmen, Sprache, Erfahrung, Kultur und Erwartungen verarbeiten.
Im Bereich Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, nicht nur über ein Schlagwort zu sprechen, sondern über Zustände, Betroffene, Bilanzgrenzen, Wirkpfade und Rückkopplungen. Genau dort beginnt die wirkungsökonomische Prüfung.
Beispiele
Wo der Begriff praktisch auftaucht
- In einer Debatte klärt der Begriff, ob über Fakten, Deutung, Wirkungspotenzial oder eingetretene Wirkung gesprochen wird.
- In einem Werkzeug markiert „Wirklichkeitskonstruktion“, welche Eingaben, Quellen oder Grenzen für eine belastbare Einordnung nötig sind.
- In Psychologische und systemische Wirkmechanismen hilft der Begriff, verkürzte Aussagen in eine überprüfbare Wirkungsfrage zu übersetzen.
Mess- und Steuerungsbezug
Wie daraus eine prüfbare Wirkungsfrage wird
Prüfbar wird „Wirklichkeitskonstruktion“, wenn klar ist, welcher Zustand betrachtet wird, welche Quelle herangezogen wird, welche Bilanzgrenze gilt und welche Veränderung tatsächlich gemeint ist.
Für die Steuerung zählen deshalb nicht nur Definitionen, sondern Datenqualität, Vergleichsmaßstab, Zeitbezug, Nebenfolgen und die Rückkopplung in Entscheidung, Preis, Regel, Kapital, Kommunikation oder Verhalten.
Querverweise
Begriffe, die du mitdenken solltest
Frame / Framing · Resonanzraum · Anschlussfähigkeit · Beobachtung zweiter Ordnung · Wirkung · Wirkungsblindheit · Autopoiesis · Selbstreferenz
Verknüpfungen
Verwandte Begriffe
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