Psychologische Und Systemische Wirkmechanismen

Frame / Framing

Framing bezeichnet die Einbettung von Informationen in einen Deutungsrahmen, der bestimmt, wie sie verstanden, bewertet und emotional verarbeitet werden.

Version 1.0 Woek Anschlussbegriff

Auf einen Blick

Deutungsrahmen, in dem Informationen Bedeutung erhalten.

Definition

Was bedeutet der Begriff?

Kurzdefinition: Framing bezeichnet die Einbettung von Informationen in einen Deutungsrahmen, der bestimmt, wie sie verstanden, bewertet und emotional verarbeitet werden.

Erklärung: Framing entscheidet nicht nur, was gesagt wird, sondern in welchem Bedeutungsraum es erscheint. Derselbe Fakt kann unterschiedlich wirken, je nachdem ob er als Verlust, Schutz, Kosten, Freiheit, Kontrolle, Bedrohung, Verantwortung oder Zukunftschance gerahmt wird.

WÖk-Bezug: Frames sind Wirkstoffe in Resonanzräumen. Sie erzeugen Wirkungspotenzial, aber noch keine Wirkung im engeren Sinn. Wirkung entsteht erst, wenn der Frame Wahrnehmung, Vertrauen, Entscheidungen, Verhalten oder Institutionen verändert.

Grenze / Status: Nicht als Diagnose für Personen und nicht als moralischen Kampfbegriff verwenden. Der Begriff dient der Beschreibung von Wirkpfaden, Resonanzräumen und Rückkopplungen.

WÖk-PräzisierungsbegriffPsychologische und systemische WirkmechanismenMensch + Planet + Demokratie

Schreibweisen: Frame, Framing

Verwandt: ReframingAlarm-FrameNarrativResonanzraumWirkungspotenzialWirkstoffPrimingAnkereffektAffektheuristikSalienz

Offizielle Quelle: Warum Fakten nicht reichen

Wirkungsökonomie

Warum ist das wichtig?

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Verwendung

So wird der Begriff genutzt

Zwischen Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsrisiko, Wirkmechanismus, Resonanzraum und Wirkpfad unterscheiden.

Abgrenzung

Nicht verwechseln mit

  • Wirkung
  • Wirkungspotenzial
  • Wirkungsnachweis

Lernseite zu Frame / Framing

Warum wichtig?

Was macht der Begriff sichtbar?

Als normalen menschlichen oder systemischen Verarbeitungsmechanismus beschreiben, nicht als Abwertung von Personen.

Abgrenzung

Was es nicht bedeutet

Frame / Framing ist nicht dasselbe wie Wirkung, Wirkungspotenzial, Wirkungsnachweis. Die Abgrenzung verhindert, dass unterschiedliche Prüf- und Steuerungsfragen vermischt werden.

Beispiel

So wird es konkret

In der Anwendung hilft Frame / Framing, eine Beobachtung, Entscheidung oder Datenlage genauer einzuordnen und mit Wirkung, Nebenwirkung und Rückkopplung zu verbinden.

Missverständnisse

Worauf achten?

  • Nicht mit Wirkung gleichsetzen.
  • Nicht mit Wirkungspotenzial gleichsetzen.
  • Nicht mit Wirkungsnachweis gleichsetzen.
  • Nicht als isolierte Kennzahl verwenden.

Passende Tools

Passende Wirkungsfelder

Grundlagen

Im Grundlagenwerk

Bibliothek

Dokumente und Materialien

Dossier

Milram-Kampagnenanalyse

Eine Kampagnenanalyse, die Medienwirkung, Framing, Resonanzrisiken und öffentliche Anschlussfähigkeit anhand eines konkreten Beispiels einordnet.

Version und Quelle

Kategorie: Psychologische Und Systemische Wirkmechanismen · Version: 1.0

Quelle: Warum Fakten nicht reichen - und was stattdessen gesellschaftliche Stabilität erzeugt · Abschnitt: Psychologische und systemische Wirkmechanismen